„Lucy in the sky!“

Quelle: NASA/Bill Ingalls
Sonde zur Erforschung der Jupiter-Asteroiden ist gestartet

Erstmals ist ein Raumfahrzeug zu den Asteroiden des Jupiters aufgebrochen: Eine Atlas-V-Rakete brachte die Nasa-Sonde „Lucy“ in den Weltraum. Mit der Nasa-Sonde „Lucy“ ist erstmals ein Raumfahrzeug zu den Asteroiden des Jupiters aufgebrochen. Mithilfe einer „Atlas V“-Rakete startete Lucy am Samstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Kurz danach twitterte die Nasa: „Lucy in the sky!“ Die Mission ist auf zwölf Jahre angelegt, insgesamt soll Lucy rund 6,5 Milliarden Kilometer zurücklegen.

Quelle: heise.de

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Spanischer Amateurfunkverband plant eigenen Satelliten – mithilfe der AMSAT-EA

Die AMSAT-EA arbeitet an der Mission des ersten Satelliten des spanischen Amateurfunkverbands URE, genannt URESAT-1. Auf der Messe IberRadio im September wurden die möglichen Funktionen, die dieser Satellit implementieren könnte, vorgestellt.

Die Details der für den URESAT-Satelliten geplanten Entwicklungen beruhen auf den Erfahrungen der früheren GENESIS-Missionen, d. h. der Picosatelliten GENESIS-N und GENESIS-L, die am 3. September in den Weltraum gebracht wurden (obwohl sie die Umlaufbahn aufgrund eines Triebwerksausfalls nicht erreichten), sowie EASAT-2 und Hades, die am 10. Januar mit SpaceX von Cape Canaveral aus starten werden. Obwohl die endgültigen Funktionen von der URE selbst genehmigt werden müssen, wird erwartet, dass der Satellit einen FM-Sprachverstärker, FSK-Übertragungen und eine Art von Experiment an Bord haben wird, das eine Kamera mit SSDV-Übertragungen oder eine Art von Treibstoff sein könnte. Wenn die notwendige Finanzierung gesichert ist, könnte der Satellit bis Ende 2022 ins All geschickt werden.

Quelle: darc.de

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Nächste ISS-Crew besteht aus Funkamateuren

Vier Funkamateure werden an Bord des nächsten SpaceX-Fluges zur Internationalen Raumstation (ISS) sein. Es handelt sich um Raja Chari, KI5LIU; Tom Marshburn, KE5HOC und Kayla Barron, KI5LAL. Der Vierte im Bunde ist der Deutsche Matthias Maurer, KI5KFH, Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Der angestrebte Starttermin ist frühestens der 31. Oktober vom Kennedy Space Center in Florida.

Die Besatzung ist für einen Langzeitaufenthalt an Bord des Weltraumlabors vorgesehen, wo sie als Teil einer voraussichtlich siebenköpfigen Crew leben und arbeiten wird. Für Chari, Barron und Maurer ist es der erste Weltraumflug, für Marshburn der dritte. Die Besatzung wird eine sechsmonatige wissenschaftliche Mission an Bord des Mikrogravitationslabors in der erdnahen Umlaufbahn absolvieren.

 Weitere Informationen zum Start und zur Mission finden Sie auf der Website der NASA: https://www.nasa.gov/exploration/commercial/crew/index.html

Quelle: darc.de

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Missglückter Start: GENESIS-Amateurfunksatelliten zerstört

Die Mission währte nur kurz: Die Amateurfunksatelliten GENESIS-L und GENESIS-N wurden beim Start in den Weltraum zerstört. Sie befanden sich an Bord einer Firefly Alpha-Rakete, die von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien am 2. September gestartet wurde. Etwa zwei Minuten nach dem Start traten Anomalien auf. Die Flugkontrolle war gezwungen, die Rakete noch im Flug zu zerstören. GENESIS-L und GENESIS-N waren die ersten selbst gebauten Satelliten der AMSAT-EA.

Die Flug-Anomalie trat in einer Phase auf, in der die Rakete eine Geschwindigkeit von Mach 1 und damit den maximalen aerodynamischen Druck auf den Flugkörper erreichte. GENESIS-L und GENESIS-N sollten eine Reihe von Telekommunikationsexperimenten vornehmen, wozu beispielsweise die Analyse von Doppler-Variationen gehörte, um Rückschlüsse auf die Flugbahn zu ziehen. Die Satelliten Serenity, Hiapo, Cresst Dream Comet, QUBIK-1 und QUBIK-2 sowie Spinnaker-3/Firefly Capsule 1 gingen bei dem Fehlstart ebenfalls verloren. Alle waren für die Nutzung von Amateurfunkfrequenzen für Telemetrie und/oder Kommunikation ausgelegt. Darüber berichtet der US-amerikanische Amateurfunkverband ARRL auf seiner Webseite.

Quelle: darc.de (Foto: Start einer Firefly Alpha Rakete; Bild: ARRL)

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Künstliche Intelligenz unterstützt Radioastronomie

Quelle: bad-muenstereifel.de

Forschungscluster verbindet Radioastronomie und Datenwissenschaft

Radioastronomen untersuchen mithilfe von Radiowellen Objekte im Weltall. Mit immer ausgefeilteren Beobachtungsmethoden blicken sie tief ins Universum und spüren etwa ferne Galaxien, schnell rotierende Neutronensterne (Pulsare) und schwarze Löcher auf. Das Radioteleskop Effelsberg in der Nähe von Bad Münstereifel ist mit seinem 100 Meter großen Parabolspiegel ein prominenter Vertreter der dafür eingesetzten Teleskope, die auch in lokalen bis weltweiten Netzwerken zusammengeschaltet werden, um die Schärfe der Abbildung und die Empfindlichkeit zu erhöhen.

Moderne Radioteleskope erzeugen Daten in immer schneller wachsenden Raten. „In der nächsten Generation von Radioteleskopen werden Daten mit Raten erzeugt, die dem gesamten heutigen Internetverkehr vergleichbar sind“, erklärt Professor Dr. Michael Kramer, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler suchen deshalb ganz neue Wege, um diese Datenflut zu bewältigen. „Fleiß und große Rechner reichen dazu nicht mehr“, sagt Professor Dr. Frank Bertoldi vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn. Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz sollen den Forschenden künftig helfen, aus der Datenflut die spannenden Signale des Weltalls herauszufiltern.

Um sich die dafür nötige Expertise anzueignen und auszutauschen, haben sich Radioastronomen und Datenwissenschaftler aus acht Institutionen im „NRW-Cluster für datenintensive Radioastronomie: Big Bang to Big Data“ unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie zusammengeschlossen. Der wesentliche Zweck des Verbunds ist die Vernetzung von Wissen und Koordinierung der Aktivitäten von Radioastronomen, interessierten Datenwissenschaftlern und Industriepartnern. Zu den beteiligten Institutionen gehören das Max-Planck-Institut für Radioastronomie, die Universität Bonn, das Forschungszentrum Jülich, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund, die Universität Bielefeld und die Universität zu Köln.

Quelle: funkamateur.de (Info MPIfR, Red. FA/-joi)

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Maximum des Meteorschauers Perseiden vom 12. bis 13. August

Von Michael Eberth - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50237776

Hohe Fallzahlen vom 9. bis 15. August

Es ist wieder soweit: Der vom Komet 109P/Swift-Tuttle verursachte und in Bezug auf die durchschnittliche Länge der Reflexionen ergiebigste Meteorschauer des Jahres – die Perseiden – gibt seine Vorstellung. 2021 wird ein recht breites Maximum vom 12. 8. 1900 UTC bis 2200 UTC erwartet. Allerdings wird diesmal und auch die Folgejahre nur mit einem eher mäßigen Auftritt des Schauers gerechnet: Mehr als circa 100 sichtbare Sternschnuppen pro Stunde sollte man nicht erwarten (Daten gemäß IMO). Das DLR, s.u. spricht für unsere Breiten sogar nur von 60. Erst 2027 soll es mit den Reflexionszahlen dann wieder aufwärtsgehen.

Der Neumond am 8. August schafft sehr günstige Bedingungen für visuelle Beobachtungen.

Hohe Fallzahlen treten jedoch nicht nur am 12.8., sondern im Zeitraum vom 9. bis 15. August auf, wie uns eine sehr aufschlussreiche Dokumentation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt lehrt.

Selbst im 2-m-Band sind Bursts von mehreren Sekunden bis über 1 min Dauer typisch für die Perseiden. Auf 70 MHz und 50 MHz sind die Reflexionen demgegenüber noch merklich häufiger und auch länger, da aufgrund der niedrigeren Frequenzen auch eine schwächere Ionisation der Meteorspur bereits ausreicht. Deshalb eignen sich die Perseiden besonders für SSB-Versuche, denn mitunter kann ein QSO innerhalb eines einzigen langen Bursts komplettiert werden.

Perseiden-Meteoroiden gehören mit etwa 59 km/s zu den schnelleren ihrer Art (beispielsweise treten die Geminiden im Dezember mit nur 39 km/s in die Atmosphäre ein). Deshalb verglühen sie bereits am oberen Ende der E-Schicht, was letztendlich zu einem größeren Funkhorizont führt: Der Schauer ist also besonders geeignet für Weitverbindungen >2000 km. Dank der WSJT-Modes FSK441 und MSK144 reichen hier auch sehr kurze Reflexionen aus, um die notwendigen Daten zu übermitteln. Um gegenseitiges QRM bei nahegelegenen Stationen zu vermeiden, sollte in MSK144 allerdings nicht die 15-s-Option für die Sende-/Empfangsperioden gewählt werden, da in FSK441 ausschließlich in 30-s-Sequenzen gearbeitet wird.

Quelle: funkamateur.de (DF2ZC, DL2RD)

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ESA-Sonde Solar Orbiter passiert Venus

Quelle: dw.com

Untersuchungen des Sonnenwindes

Die Venus ist in den kommenden Tagen ein gefragtes Etappenziel: Auf ihrem Weg ins innere Sonnensystem statten gleich zwei Weltraummissionen unserem Nachbarplaneten einen kurzen Besuch ab. Am Montag, 9. August, nutzt die ESA-Sonde Solar Orbiter den Vorbeiflug, um auf eine neue Umlaufbahn um die Sonne einzuschwenken. Nur einen Tag später fliegt BepiColombo ein ähnliches Manöver, bevor sich die Doppelsonde der europäischen und der japanischen Weltraumagenturen ESA und JAXA auf den letzten Teil ihrer Reise zum Merkur macht.

Solar Orbiter erreicht die Venus als Erstes: Knapp 8000 Kilometer werden den Sonnenspäher, der sich seit Februar 2020 unserem Zentralgestirn auf immer engeren Umlaufbahnen nähert, am Montag, 9. August, gegen 6.42 Uhr MESZ von dem Planeten trennen. Einen deutlich kleineren Abstand zur Venus gibt die Flugroute der europäisch-japanischen Doppelsonde BepiColombo vor: Am Dienstag, 10. August, gegen 15.58 Uhr MESZ wird er nur etwa 550 Kilometer betragen.

Für beide Missionen ist dies bereits die zweite Begegnung mit der Venus. Da einige ihrer Messinstrumente leistungsstärker sind als die früherer Venus-Besucher, bietet auch dieser Vorbeiflug die willkommene Möglichkeit, ganz genau hinzuschauen. Dass beide Sonden unseren Nachbarplaneten in enger zeitlicher Abfolge passieren, ist doppelt gut: So sind gleichzeitige Messungen an zwei verschiedenen Orten in der Umgebung der Venus möglich. Dies kann helfen zu verstehen, wie sich Teilchen und Magnetfelder dort ausbreiten.

Eintauchen in die Ionosphäre

Anders als die Erde und den Merkur umgibt die Venus kein starkes, stabiles Magnetfeld. Allerdings induziert der Sonnenwind, der fluktuierende Strom geladener Teilchen von der Sonne, elektrische Ströme in der Venus-Ionosphäre und erzeugt so ein schwaches, ebenso fluktuierendes Magnetfeld. Zudem verformt der Strom aus Sonnenteilchen die Hülle der Venus so, dass sie an der sonnenabgewandten Seite wie ein Schweif bisweilen viele Millionen Kilometer weit ins All ragt.

Diesen komplexen Vorgängen wollen Solar Orbiter und BepiColombo beim Vorbeiflug nachspüren. Dabei taucht die Merkur-Sonde sogar in die untere Ionosphäre ein; die Instrumente SERENA (Search for Exospheric Refilling and Emitted Natural Abundance), SIXS (Solar Intensity X-ray and particle Spectrometer), MPO-MAG (Mercury Planetary Orbiter Magnetometer) und MPPE (Mercury Plasma Particle Experiment) werden Messungen durchführen.

Magnetfelder als Indikatoren

Die Teilchen und Magnetfelder in der Umgebung der inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars geben Hinweise darauf, warum sie sich seit ihrer Entstehung so unterschiedlich entwickelt haben. Während unsere Heimat eine wasserreiche Gashülle umgibt, wurde der Mars zu einem trockenen Wüstenplaneten, der nur Reste einer Atmosphäre aufweist. Die Venus versteckt sich unter einer dichten, giftigen Atmosphäre, die für einen dramatischen Treibhauseffekt sorgt. Forscherinnen und Forscher interessiert deshalb, durch welche Prozesse Teilchen aus der unteren Atmosphäre der jeweiligen Planeten in ihre Ionosphäre und von dort ins Weltall entweichen.

In den Messdaten von MPPE hoffen Forscherinnen und Forscher, Hinweise auf ungebundene Kohlenstoff-Ionen, sogenannten atomaren Kohlenstoff, zu finden. Seine Existenz in der Ionosphäre würde darauf hindeuten, dass in der daruntergelegenen Atmosphäre nicht nur ultraviolettes Licht einzelne Moleküle spaltet und somit Voraussetzungen für ihr Entweichen ins All schafft, sondern dass möglicherweise auch heftige Zusammenstöße mit Elektronen am Werk sind. Bereits 1996 konnte das Weltraumobservatorium SOHO (Solar and Heliospheric Observatory) atomaren Kohlenstoff aus einer Entfernung von etwa 40 Millionen Kilometern im damals ungewöhnlich langen Ionenschweif der Venus nachweisen; seitdem ist dies keiner weiteren Sonde gelungen.

Nicht zuletzt ist der bevorstehende Vorbeiflug für BepiColombo eine wichtige Generalprobe. Bevor die Sonde Ende 2025 in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenkt, stehen auf dem Reiseplan noch mehrere Merkur-Vorbeiflüge. Die geplanten Messungen an der Venus bieten somit die Gelegenheit sicherzustellen, dass bis dahin alle Messinstrumente in Topform sind.

Datensammlung im Schlaf

Aus wissenschaftlicher Sicht passieren beide Missionen die Venus sozusagen im Halbschlaf: Während einige Instrumente zu ihrem eigenen Schutz ausgeschaltet sind, sammeln solche, die Teilchen und Magnetfelder in der Umgebung der Venus messen können, wertvolle Daten. Dazu gehören auch Messinstrumente, an denen das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen beteiligt ist.

Quelle: funkamateur.de (Info MPS Göttingen Red. FA/-joi)

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Hubble entdeckt Wasserdampf auf Jupitermond Ganymed

Bildquelle: NASA / ESA / Hubble / J. daSilva

Das Weltraumteleskop Hubble hat der NASA zuletzt Sorgen gemacht, weil es fast einen Monat lang ausfiel. Inzwischen ist es wieder aktiv und macht bereits wieder Schlagzeilen mit neuen Entdeckungen. Die allerdings zugegeben auf älteren Aufnahmen beruhen:

Wie in der Zeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht wurde und hier als Video gezeigt wird, haben Astronomen Wasserdampf in der Atmosphäre des Jupitermondes Ganymed nachgewiesen. Dieser bildet sich, wenn Eis von der Mondoberfläche sublimiert, d.h. vom festen direkt zum gasförmigen Zustand übergeht. Flüssiges Wasser existiert an der Oberfläche von Ganymed nicht – in und unter seinem Eispanzer soll allerdings mehr Wasser als auf der Erde zu finden sein. Die Wissenschaftler nutzten hierzu neue und archivierte Datensätze von Hubble sowie der Weltraumsonde Juno.

Hubble kann Veränderungen auf dem Mond auch in UV- und nahen infraroten Wellenlängen aufdecken. Bereits frühere Forschungen haben Indizien dafür geliefert, dass auf Ganymed Wasser vorhanden ist. Allerdings sind die Temperaturen dort so niedrig, dass das Wasser auf der Oberfläche fest gefroren ist. Der Ozean von Ganymed befindet sich etwa 150 Kilometer unter der Kruste; daher kann der Wasserdampf nicht aus einer Verdunstung dieses Ozeans stammen.

1998 nahm der Hubble Space Telescope Imaging Spectrograph die ersten UV-Bilder von Ganymed auf, die bunte Bänder aus ionisiertem Gas, Polarlichter, enthüllten und einen weiteren Beweis dafür lieferten, dass Ganymed ein schwaches Magnetfeld hat. Man glaubte außerdem anhand der Unterschiede zwischen den Aufnahmen in unterschiedlichen Wellenlängen atomaren Sauerstoff entdeckt zu haben.

Im Rahmen eines großen Beobachtungsprogramms zur Unterstützung der Juno-Mission der NASA im Jahr 2018 leitete Lorenz Roth vom KTH Royal Institute of Technology in Stockholm das Team, das mit Hubble die Menge an atomarem Sauerstoff messen wollte. Die Analyse des Teams kombinierte die Daten von zwei Instrumenten: Hubbles Cosmic Origins Spectrograph im Jahr 2018 und Archivbilder des Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS) aus den Jahren 1998 bis 2010. Doch fand sich kaum atomarer Sauerstoff.

Roth und sein Team sahen sich daraufhin die relative Verteilung der Aurora in den UV-Bildern genauer an. Die Oberflächentemperatur von Ganymed schwankt im Laufe des Tages stark, und um die Mittagszeit kann es in Äquatornähe so warm werden, dass die Eisoberfläche kleine Mengen von Wassermolekülen freisetzt (sublimiert). Tatsächlich korrelieren die wahrgenommenen Unterschiede in den UV-Bildern direkt mit den Stellen, an denen Wasser in der Mondatmosphäre zu erwarten wäre.

„Bisher war nur molekularer Sauerstoff beobachtet worden“, erklärte Roth. „Dieser entsteht, wenn geladene Teilchen die Eisoberfläche erodieren. Der Wasserdampf, den wir jetzt gemessen haben, stammt aus der Eissublimation, die durch das thermische Entweichen von Wasserdampf aus warmen Eisregionen verursacht wird.“

Dieses Ergebnis steigert die Vorfreude auf die kommende Mission der ESA (Europäische Weltraumorganisation), JUICE, was für JUpiter ICy moons Explorer steht. JUICE ist die erste groß angelegte Mission im Rahmen des ESA-Programms Cosmic Vision 2015-2025. Geplant für den Start im Jahr 2022 und die Ankunft beim Jupiter im Jahr 2029, wird sie mindestens drei Jahre lang detaillierte Beobachtungen des Jupiters und seiner drei größten Monde durchführen, mit besonderem Schwerpunkt auf Ganymed als möglichen Träger von Leben.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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SSTV-Sendungen von der Raumstation ISS am 6. und 7. August

Russische Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) planen die Übertragung von SSTV-Bildern auf 145,800 MHz FM unter Verwendung des SSTV-Modus PD-120. Die Übertragungen sind Teil des SSTV-Experiments des Moskauer Luftfahrtinstituts MAI-75 und erfolgen unter dem Rufzeichen RSØISS im russischen ISS-Service-Modul Zvezda mit einem TM-D710-Transceiver. Die Zeiten sind wie folgt: 6. August (Freitag) von 10:50 bis 19:10 UTC und 7. August (Samstag) von 09:50 bis 15:55 UTC. Daten und Zeiten können sich kurzfristig ändern.

Das Signal sollte sogar mit einem Handfunkgerät und einer 1/4-Lambda-Antenne zu empfangen sein. Wenn Ihr Gerät über wählbare FM-Filter verfügt, nutzen Sie den breiteren Filter für 25 kHz Kanalabstand.

Quelle: darc.de

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AO-109 jetzt für Amateurfunk freigegeben

Der im Januar diesen Jahres gestartete Satellit AO-109 (RadFxSat-2/AMSAT Fox-1E), funkamateur.de berichtete, wurde jetzt für die Nutzung durch Funkamateure freigegeben, wie das Team für Technik und Betrieb der AMSAT Nordamerika bekanntgab.
Die Telemetrie ist nicht betriebsbereit. Der invertierende Linear-Transponder ist hingegen aktiv. Da es jedoch technische Probleme mit dem Satelliten gibt, wird den Nutzern empfohlen, effiziente Betriebsarten wie CW oder FT4 für die QSOs zu verwenden. SSB-Kontakte werden als bestenfalls schwierig bezeichnet.
AO-109 trägt die Astronomische Bezeichnung 2021-002C und ist unter der NORAD-Nummer 47311 gelistet.

Frequenzen von AO-109:

  • Invertierender Linear-Transponder
    Uplink 145,860 MHz – 145,890 MHz
    Downlink 435,760 MHz – 435,790 MHz
  • 1k2 BPSK Telemetrie 435,750 MHz (nicht betriebsbereit)

Quelle: funkamateur.de (DL2LUX)

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