Erstverbindung: JW100QO funkte mit DP0GVN

Nord-Süd-Distanzrekord über QO-100

Am gestrigen Samstag, den 23. April, war es soweit: Eine lange geplante Funkverbindung über den geostationären Amateurfunksatelliten QO-100 zwischen der DXpedition JW0X auf Spitzbergen und der deutschen Antarktisstation Neumayer III, DP0GVN, konnte erfolgreich stattfinden. Damit gelang erstmals ein Amateurfunkkontakt zwischen der Arktis und der Antarktis über einen Satelliten.

Für diese überdies erste Aktivität von der arktischen Insel Spitzbergen über QO-100 hatte die DXpedition JW0X eigens das Rufzeichen JW100QO reserviert. Um die immensen Pile-ups auf dem Satelliten zu bewältigen, war man zeitweise mit beiden Rufzeichen und zwei Stationen gleichzeitig über QO-100 aktiv. Am 22. April war das JW100QO-Team am Standort Kapp Linné eingetroffen, von wo der geostationäre Satellit knapp über dem Horizont erreicht werden konnte.

Auf Kurzwelle ist die DXpedition JW0X noch bis 26. April aus der Klubstation JW5E in Longyearbyen aktiv. Auch in Mitteleuropa ist die Station mit oft lauten Signalen und flüssigem Funkverkehr aufzunehmen.

Quelle: funkamateur.de (AMSAT-DL, DX-World.net, DL1AX, Red. FA/-joi)

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IARU koordiniert neue Amateurfunk-Satelliten

Die IARU koordinierte kürzlich zwei neue Satellitenmissionen mit Amateurfunk-Nutzlasten. Die erste ist URESAT (ITU-Bezeichnung HADES-B), eine von der AMSAT-EA gesponserte 1,5 P Pocketcube-Mission. Sie wird Funkamateuren Möglichkeit bieten, FM-Fonie und AX.25/APRS 300/1200 bps Daten zu übertragen. Erreicht wird dies durch einen SDR-basierten FM- und FSK-Repeater. Ein SSTV-Kameramodul der Universität Brünn wird voraussichtlich zeitweise aktiv sein.

Bilder werden nach dem Zufallsprinzip aufgenommen. Das SSTV-Modul enthält darüber hinaus einige ROM-codierte Bilder, die ebenfalls übertragen werden sollen. Die Hard- und Software-Teilsysteme von URESAT sind verbesserte Versionen der früheren AMSAT-EA HADES-Satellitenmission, die mit einer SpaceX Transporter-3-Mission am 3. Januar gestartet wurde. Ein Downlink auf 436,888 MHz und ein Uplink auf 145,975 MHz wurden koordiniert für einen V/U-FM-Sprachrepeater, eine Bake mit FSK-, AFSK und APRS-Telemetrie sowie eine CW-Bake. Der Start ist für eine polare Umlaufbahn von 525 km mit SpaceX im Oktober 2022 unter der Leitung von Exolaunch/Alba Orbital geplant. Mehr Informationen erhält man unter https://www.amsat-ea.org.

Bei der zweiten Mission handelt es sich um LightCube, eine von der Arizona State University gesponserte 1U CubeSat-Bildungsmission. Ziel ist es, Menschen auf der ganzen Welt zu inspirieren und ihnen eine Lernerfahrung zu bieten, indem ein für das bloße Auge sichtbares Licht am Himmel erzeugt wird. Der Blitz, der so hell sein soll wie die Internationalen Raumstation, wird von zwei Xenon-Blitzlampen erzeugt. Das Raumfahrzeug wird dabei von Funkamateuren ausgelöst. Zusätzlich zur Auslösung des Blitzes können Funkamateure Telemetriedaten herunterladen und entschlüsseln. Ein Downlink ist auf 437,175 MHz unter Verwendung von 1k2 AFSK mit AX25.ist koordiniert worden. Geplant ist ein Einsatz von der ISS im Oktober. Weitere Informationen unter: https://lightcube.space. Darüber berichtet der AMSAT News Service.

Quelle: darc.de

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KaSat-Satellitennetzwerk-Ausfall sollte Ukraine schaden

Bildquelle: heise.de

Internet über Satellit ist in abgelegenen Gegenden gefragt. In Deutschland werden so unter anderem Windräder gesteuert, die ja naturgemäß in größerer Entfernung zu besiedelten Gebieten aufgestellt werden. Doch mit dem Internet via Satellit war es am 24. Februar vorbei: Die Anbindung über Viasat KaSat9A fiel großflächig aus, die Empfänger/Modems in den Windrädern funktionierten nicht mehr. Ein Hackerangriff war die Ursache – ausgerechnet am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Die Windräder selbst funktionierten zwar noch, ließen sich aber nicht mehr steuern, Servicetechniker mussten und müssen auch jetzt, Wochen nach dem Hackerangriff landauf landab vor Ort fahren und die Windräder hochklettern, um die defekten Modems zu ersetzen. Hatte Putin die regenerativen Energien aufs Korn genommen, damit wir weiter Öl und Gas kaufen müssen?

Nein, das nicht, trotzdem war der russische Angriff vermutlich die Ursache der defekten Modems, denn auch das ukrainische Militär nutzte das KaSat-Netzwerk, um auch an abgelegenen Orten schnell kommunizieren zu können. Die Ukraine begann ihre Verteidigung gegen den Angriff deshalb mit stark eingeschränkter Kommunikation ihrer Streitkräfte und Behörden. Der Verdacht eines Zusammenhangs lag nahe und wurde unter anderem von der NSA untersucht. ViaSat gab nun Details bekannt.

Die Hacker drangen durch eine Sicherheitslücke bei ViaSat ein, eine schlecht konfigurierte VPN-Anwendung. Dort wiesen sie die Modems der Kunden an, ihren Flash-Speicher mit der Firmware zu überschreiben, sodass diese nicht mehr funktionieren. ViaSat hat inzwischen 30.000 neue Modems an seine Kunden verteilt, damit diese die ausgefallene Hardware ersetzen können. Diese ist zwar nicht irreparabel defekt, es muss aber neue Firmware aufgespielt werden, was die Kunden nicht selbst erledigen können.

Forscher von SentinelOne-Labs haben einen Schadcode namens AcidRain im Verdacht, den Schaden ausgelöst zu haben. Dieser löscht im Dateisystem, in Flash-Speichern und auch externen SD-Karten rabiat alle Daten und den Programmcode und startet dann das Satellitenmodem neu, damit dieses versucht, die nicht mehr vorhandene Firmware auszuführen, sich damit aufhängt und die Satellitenverbindung deshalb dauerhaft weg ist. Diese Art von Schadsoftware wird als Wiper bezeichnet.

AcidRain ist bereits der siebte öffentlich bekannte Wiper, der mit der russischen Invasion in der Ukraine in Verbindung gebracht wird. Zuvor war Wiper-Malware selten, insbesondere solche, die auf Router, Modems oder andere Kommunikationstechnik abzielt. Mit einer Ausnahme: Die VPNFilter-Malware von 2018, die von der mit dem Kreml verbundenen Sandworm-Crew entwickelt wurde. Diese von der Talos-Einheit von Cisco entdeckte Software zielte ebenfalls auf Router und Speichergeräte ab und der Code ähnelt dem von AcidRain.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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Amateurfunknutzlast für chinesische Raumstation

Das Satellitenfrequenz-Koordinierungsgremium der IARU berichtet, dass ein Antrag für eine Amateurfunknutzlast eingereicht wurde, die auf der chinesischen Raumstation Tiangong untergebracht werden soll. Der Aufbau der Raumstation begann am 29. April 2021 mit dem Start des Kernmoduls „Tianhe“. Die in Zukunft ständig besetzte Raumstation soll die Erde in einem erdnahen Orbit von etwa 340 bis 420 km Höhe umkreisen.

Die erste Phase der Nutzlast soll folgende Möglichkeiten bereitstellen:

  • Fonie-Kontakte
  • FM-Repeater
  • 1k2 AFSK Digipeater
  • SSTV oder DATV

Der geplante Start vom Raumfahrtbahnhof Wenchang ist für das dritte Quartal dieses Jahres geplant.

Quelle: darc.de

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CAS-10 CubeSat wird mit Amateurfunk-Transponder ausgestattet

Unter dem Kürzel CAS-10 ist bei CAMSAT ein 8U CubeSat in Planung, der mit einem Amateurfunktransponder von VHF bis UHF für SSB ausgestattet sein wird. Der Start ist für November 2022 vom Hainan Launch Center mit einer CZ-7-Trägerrakete auf eine 400 km lange kreisförmige Umlaufbahn mit 42,9° Neigung vorgesehen.

CAS-10 ist die Nachfolgemission von CAS-9, auch als Hope-4 (XW-4) bekannt. Es handelt sich um einen 8U CubeSat mit Maßen von ca. 228 x 455 x 100 mm, mit einer Masse von 12 kg. Der Satellit wird Folgendes transportieren: 1. Einen linearen VHF-Uplink- und UHF-Downlink-Transponder mit einer Bandbreite von 30 kHz. Dieser Transponder wird während der Lebensdauer des Satelliten ganztägig in Betrieb sein und kann von Funkamateuren auf der ganzen Welt für Zwei-Wege-Relaisfunkverbindungen genutzt werden. 2. Eine Kamera und die von ihr aufgenommenen Bilder werden im Flash-Speicher des Satelliten gespeichert. Es wurde ein einfaches Fernsteuersystem auf Basis von DTMF entwickelt. Funkamateure auf der ganzen Welt können DTMF-Befehle senden, um die Fotos der Kamera herunterzuladen. 3. Eine CW-Bake zum Senden von Satellitentelemetriedaten, ebenfalls eine Funktion, die von Funkamateuren sehr begrüßt wird. 4. Ein AX.25 4,8k/9,6kbps GMSK Telemetrie-Downlink. Darüber berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate mit Verweis auf die Statusseiten der IARU Satellite Frequency Coordination (http://www.amsat.org.uk/iaru).

Quelle: darc.de

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Meilenstein beim James-Webb-Weltraumteleskop: Spiegelsystem entfaltet

Quelle: wikipedia

Das am 25. Dezember 21 mit einer Ariane-Rakete gestartete und am 24. Januar in seine vorgesehene Umlaufbahn um den 1,5 Mio. km entfernten Lagrange-Punkt L2 [Wikipedia] eingeschwenkte James-Webb-Weltraumteleskop hat bei der Ausrichtung seines Spiegelsystems einen weiteren Meilenstein erreicht. Es gelang, die während des Hinfluges eingeklappten 18 Spiegelsegmente zu entfalten. Zum Ausrichten der Spiegelsegmente wurde als erstes Ziel ein 260 Lichtjahre entfernter Stern im Großen Bären ausgewählt.

Nach Abschluss der entscheidenden Spiegelausrichtungsschritte erwarten die Ingenieure der NASA/ESA/CSA, dass die optische Leistung von Webb die wissenschaftlichen Ziele, für die das Observatorium gebaut wurde, erreichen oder übertreffen wird. Das Team fand keine kritischen Probleme und keine messbare Kontamination oder Blockierung des optischen Pfads von Webb. Das Observatorium ist in der Lage, erfolgreich Licht von entfernten Objekten zu sammeln und es ohne Probleme an seine Instrumente zu liefern.

Obwohl es noch Monate dauern wird, bis Webb endlich seine neue Sicht auf den Kosmos liefert, ist man zuversichtlich, dass Webbs erstes optisches System seiner Art so gut wie möglich funktioniert. Die Übertragung der Bilddaten erfolgt, nebenbei bemerkt, über eine bewegliche 60-cm-Parabolantenne bei 26 GHz.

Mit 25 m2 Spiegelfläche ist das 10 Mrd. US-$ teure und nach dem früheren NASA-Administrator James Edwin Webb benannte Weltraumteleskop [Wikipedia] in der Lage, tiefer in das Universum zu blicken als alle von Menschenhand geschaffenen Apparaturen vor ihm. Sein Vorgänger, das lediglich ≈ 550 km von der Erdfe entfernte Hubble-Weltraumteleskop [Wikipedia], kann nur mit etwa 4,5 m2 Spiegelfläche aufwarten.

Quelle: funkamateur.de (Red. FA/-rd)

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SanoSat-1 jetzt Nepal-OSCAR 116

Quelle: wikiwand.com

Ein weiterer Abkömmling aus dem „Wurf“ der Falcon 9 vom 13. Januar 2022, funkamateur.de  berichtete, hat laut AMSAT-Bulletin eine OSCAR-Nummer erhalten.
Es handelt sich um den Satelliten SanoSat-1 aus Nepal. Sano bedeutet in Nepalesisch klein. SanoSat-1, ein Picosatellit, der auf der PocketQube-Plattform basiert, wird deshalb auch Nepal PQ-1 genannt. Der Satellit wurde von AMSAT-Nepal und dem nepalesischem Unternehmen ORION Space mit Unterstützung der spanischen AMSAT entwickelt und gebaut.
SanoSat-1 hat die Abmessungen 5 cm × 5 cm × 5 cm und wiegt 250 g. Als Nutzlast trägt der Satellit einen Beta- und Gammastrahlensensor. Die Daten werden periodisch in RTTY-FSK mit 45 Baud gesendet. Weiterhin werden Telemetrie und das Rufzeichen AM9NPQ mit der CW-Bake und 20 WpM gesendet.

  • Frequenz: 436,235 MHz (CW, RTTY und GFSK)

Drew Glasbrenner, KO4MA, Verwalter der OSCAR-Nummern und einer der Vizepräsidenten der nordamerikanischen AMSAT, hat dem Antrag der nepalesischen AMSAT stattgegeben und dem Satelliten SanoSat-1 eine OSCAR-Nummer verliehen. SanoSat-1 ist jetzt Nepal-OSCAR 116 (NO-116).

Wir gratulieren der AMSAT-Nepal und den beteiligten Partnern, danken ihnen für den Beitrag zur Amateur-Satellitengemeinschaft und wünschen weiterhin viel Erfolg bei diesem und zukünftigen Projekten.

Quelle: funkamateur.de (DL2LUX)

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SpaceX: 40 Satelliten durch Sonnensturm verloren

Wenige Tage nach dem Start von 49 Starlink-Satelliten hat SpaceX bis zu 40 davon verloren, wie verschiedene Medien melden. Die Ursache dafür sei der geomagnetische Sturm vom vergangenen Freitag. Durch ihn habe sich die Erdatmosphäre in größeren Höhen so verdichtet, dass die Satelliten zum vorzeitigen Absturz gebracht worden seien.

Inzwischen erklärte SpaceX, dass der Start einer Falcon 9 mit 49 Starlink-Satelliten an Bord am Donnerstag, den 3. Februar um 13:13 Uhr EST vom Launch Complex 39A (LC-39A) im Kennedy Space Center in Florida in eine niedrige Erdumlaufbahn erfolgreich war. Die zweite Stufe der Falcon 9 brachte die 49 Satelliten in die vorgesehene Umlaufbahn mit einem Perigäum von ca. 210 Kilometern über der Erde, und jeder Satellit erreichte einen kontrollierten Flug.

SpaceX sagt: Es setzt seine Satelliten auf diesen niedrigeren Umlaufbahnen ein, damit in dem sehr seltenen Fall, dass ein Satellit die anfänglichen Systemtests nicht besteht, er schnell durch den Luftwiderstand deorbiert wird. Leider wurden die am Donnerstag in Betrieb genommenen Satelliten am Freitag durch einen geomagnetischen Sturm erheblich beeinträchtigt. Diese Stürme hätten dazu geführt, dass sich die Atmosphäre erwärmte und die atmosphärische Dichte zunahm. GPS-Daten der Satelliten hätten darauf hin gedeutet, dass die Geschwindigkeit und Schwere des Sturms den atmosphärischen Luftwiderstand um bis zu 50 Prozent gegenüber früheren Starts erhöht habe. 

Das Starlink-Team versetzte die Satelliten in einen sicheren Modus, in dem sie mit der Kante nach oben (wie ein Blatt Papier) flogen, um den Luftwiderstand zu minimieren – um effektiv vor dem Sturm in Deckung zu gehen – und arbeitete weiterhin eng mit der 18. Raumfahrtkontrollstaffel der Space Force und den LeoLabs zusammen, um die Satelliten auf der Grundlage von Bodenradaren zu überwachen.

Vorläufige Analysen zeigten, dass der erhöhte Luftwiderstand in den niedrigen Höhen die Satelliten daran hinderte, den sicheren Modus zu verlassen, um ein Manöver zur Anhebung der Umlaufbahn zu beginnen, und dass bis zu 40 der Satelliten wieder in die Erdatmosphäre eintreten würden oder bereits eingetreten sind. Die Deorbit-Satelliten würden jedoch kein Kollisionsrisiko mit anderen Satelliten darstellen und beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört werden, d. h. es entstünden keine Trümmer in der Umlaufbahn und keine Satellitenteile träfen auf den Boden. 

Das Bild zeigt den Start der 49 Starlink-Satelliten mit einer Falcon-9-Rakete am vergangenen Donnerstag (Bild: SpaceX)

Quelle: darc.de

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Sony und JAXA übertragen 446 Mbit/s in Erdorbit-Simulation

Quelle: Sony CSL

Auf der Erde ist es im Festnetz mit optischer Übertragung über Glasfaser kein Problem, große Datenmengen schnell zu übertragen. Über Funk ist es schon schwieriger. Im All schlagen die am Boden üblichen Verfahren aber fehl: Die nutzbare Bandbreite über Funk ist wegen der geringen Feldstärken und der nicht exklusiven Nutzung weiter eingeschränkt. Außerdem ist sie viel zu gering und die Verzögerungen durch die Signallaufzeiten sorgen zusätzlich für erhebliche Probleme, wenn man eine Übertragung im TCP/IP-Internetprotokoll versucht.

Die Computer Science Laboratories von Sony (Sony CSL) und die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) haben nun jedoch im Rahmen des JAXA-Programms „Space Innovation through Partnership and Co-creation“ (J-SPARC) erfolgreich ein Experiment zur Übertragung einer kompletten Datendatei in einer simulierten Kommunikationsumgebung mit geringer Qualität und Fehleranfälligkeit durchgeführt. Dies ist der Schlüssel für die zukünftige optische Kommunikation über Laser in der Stratosphäre und im erdnahen Orbit.

Das Experiment zielt auf die Einrichtung eines optischen Internetdienstes zwischen Satelliten in niedriger Umlaufbahn und unbemannten Stratosphären-Flugzeugen für die Telekommunikation in der Stratosphäre ab. In der Simulation wurde eine Datei mit 446 Mbit/s erfolgreich, vollständig und fehlerfrei übertragen. Die Experimente wurden mit Pseudozufallsfehlern mit einer Bitfehlerrate von 9,77 · 10-4 durchgeführt.

Die Kommunikation erfolgte mit einer Signalverarbeitungsmethode, die die Vorwärtsfehlerkorrektur (Forward Error Correction, FEC) von Sony CSL3 nutzt und die auf der Laserlesetechnologie des Sony-Konzerns basiert, welche für Blu-ray-Geräte entwickelt wurde. Sie wurde mit dem Delay/Disruption-Tolerant Networking (DTN, verzögerungs-/unterbrechungstolerante Vernetzung) der JAXA kombiniert. Dieses wurde für Internetkommunikation in Situationen entwickelt, wenn TCP/IP aufgrund von Kommunikationsproblemen wie Verzögerungen und/oder Unterbrechungen nicht mehr geeignet ist.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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James-Webb-Teleskop am Lagrange-Punkt L2 angekommen

Quelle: wikipedia

Start, Reise und das Entfalten des Sekundärspiegels des James-Webb-Weltraumtelekops haben gut geklappt, funkamateur.de berichtete. Nun ist es auch am Zielstandort bzw. im Zielorbit angekommen.

Am 24. Januar 2022 zündeten die Triebwerke an Bord für 297 s, also fast 5 min, um nach dem Start die letzte Kurskorrektur an der Flugbahn vorzunehmen. Diese erhöhte die Geschwindigkeit des Teleskops um etwa 1,6 m/s und war damit ausreichend, um es auf die endgültige Umlaufbahn um den zweiten Sonne-Erde-Lagrange-Punkt (L2) etwa 1,5 Mio. km von der Erde entfernt zu bringen.

Da die vorigen Manöver weniger Treibstoff verbraucht haben als ursprünglich angenommen, könnte das neue Teleskop statt 10 bis zu 20 Jahre genutzt werden, bevor es wegen Treibstoffmangels nicht mehr auf seiner Umlaufbahn zu halten ist.

Nachdem die Segmente des Primärspiegels und des Sekundärspiegels von ihren Startpositionen ausgefahren wurden, beginnen die Ingenieure nun mit dem anspruchsvollen dreimonatigen Prozess der Ausrichtung der Optik des Teleskops, der mit einer Genauigkeit von fast 1 nm erfolgen muss.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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