Hubble entdeckt Wasserdampf auf Jupitermond Ganymed

Bildquelle: NASA / ESA / Hubble / J. daSilva

Das Weltraumteleskop Hubble hat der NASA zuletzt Sorgen gemacht, weil es fast einen Monat lang ausfiel. Inzwischen ist es wieder aktiv und macht bereits wieder Schlagzeilen mit neuen Entdeckungen. Die allerdings zugegeben auf älteren Aufnahmen beruhen:

Wie in der Zeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht wurde und hier als Video gezeigt wird, haben Astronomen Wasserdampf in der Atmosphäre des Jupitermondes Ganymed nachgewiesen. Dieser bildet sich, wenn Eis von der Mondoberfläche sublimiert, d.h. vom festen direkt zum gasförmigen Zustand übergeht. Flüssiges Wasser existiert an der Oberfläche von Ganymed nicht – in und unter seinem Eispanzer soll allerdings mehr Wasser als auf der Erde zu finden sein. Die Wissenschaftler nutzten hierzu neue und archivierte Datensätze von Hubble sowie der Weltraumsonde Juno.

Hubble kann Veränderungen auf dem Mond auch in UV- und nahen infraroten Wellenlängen aufdecken. Bereits frühere Forschungen haben Indizien dafür geliefert, dass auf Ganymed Wasser vorhanden ist. Allerdings sind die Temperaturen dort so niedrig, dass das Wasser auf der Oberfläche fest gefroren ist. Der Ozean von Ganymed befindet sich etwa 150 Kilometer unter der Kruste; daher kann der Wasserdampf nicht aus einer Verdunstung dieses Ozeans stammen.

1998 nahm der Hubble Space Telescope Imaging Spectrograph die ersten UV-Bilder von Ganymed auf, die bunte Bänder aus ionisiertem Gas, Polarlichter, enthüllten und einen weiteren Beweis dafür lieferten, dass Ganymed ein schwaches Magnetfeld hat. Man glaubte außerdem anhand der Unterschiede zwischen den Aufnahmen in unterschiedlichen Wellenlängen atomaren Sauerstoff entdeckt zu haben.

Im Rahmen eines großen Beobachtungsprogramms zur Unterstützung der Juno-Mission der NASA im Jahr 2018 leitete Lorenz Roth vom KTH Royal Institute of Technology in Stockholm das Team, das mit Hubble die Menge an atomarem Sauerstoff messen wollte. Die Analyse des Teams kombinierte die Daten von zwei Instrumenten: Hubbles Cosmic Origins Spectrograph im Jahr 2018 und Archivbilder des Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS) aus den Jahren 1998 bis 2010. Doch fand sich kaum atomarer Sauerstoff.

Roth und sein Team sahen sich daraufhin die relative Verteilung der Aurora in den UV-Bildern genauer an. Die Oberflächentemperatur von Ganymed schwankt im Laufe des Tages stark, und um die Mittagszeit kann es in Äquatornähe so warm werden, dass die Eisoberfläche kleine Mengen von Wassermolekülen freisetzt (sublimiert). Tatsächlich korrelieren die wahrgenommenen Unterschiede in den UV-Bildern direkt mit den Stellen, an denen Wasser in der Mondatmosphäre zu erwarten wäre.

„Bisher war nur molekularer Sauerstoff beobachtet worden“, erklärte Roth. „Dieser entsteht, wenn geladene Teilchen die Eisoberfläche erodieren. Der Wasserdampf, den wir jetzt gemessen haben, stammt aus der Eissublimation, die durch das thermische Entweichen von Wasserdampf aus warmen Eisregionen verursacht wird.“

Dieses Ergebnis steigert die Vorfreude auf die kommende Mission der ESA (Europäische Weltraumorganisation), JUICE, was für JUpiter ICy moons Explorer steht. JUICE ist die erste groß angelegte Mission im Rahmen des ESA-Programms Cosmic Vision 2015-2025. Geplant für den Start im Jahr 2022 und die Ankunft beim Jupiter im Jahr 2029, wird sie mindestens drei Jahre lang detaillierte Beobachtungen des Jupiters und seiner drei größten Monde durchführen, mit besonderem Schwerpunkt auf Ganymed als möglichen Träger von Leben.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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SSTV-Sendungen von der Raumstation ISS am 6. und 7. August

Russische Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) planen die Übertragung von SSTV-Bildern auf 145,800 MHz FM unter Verwendung des SSTV-Modus PD-120. Die Übertragungen sind Teil des SSTV-Experiments des Moskauer Luftfahrtinstituts MAI-75 und erfolgen unter dem Rufzeichen RSØISS im russischen ISS-Service-Modul Zvezda mit einem TM-D710-Transceiver. Die Zeiten sind wie folgt: 6. August (Freitag) von 10:50 bis 19:10 UTC und 7. August (Samstag) von 09:50 bis 15:55 UTC. Daten und Zeiten können sich kurzfristig ändern.

Das Signal sollte sogar mit einem Handfunkgerät und einer 1/4-Lambda-Antenne zu empfangen sein. Wenn Ihr Gerät über wählbare FM-Filter verfügt, nutzen Sie den breiteren Filter für 25 kHz Kanalabstand.

Quelle: darc.de

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AO-109 jetzt für Amateurfunk freigegeben

Der im Januar diesen Jahres gestartete Satellit AO-109 (RadFxSat-2/AMSAT Fox-1E), funkamateur.de berichtete, wurde jetzt für die Nutzung durch Funkamateure freigegeben, wie das Team für Technik und Betrieb der AMSAT Nordamerika bekanntgab.
Die Telemetrie ist nicht betriebsbereit. Der invertierende Linear-Transponder ist hingegen aktiv. Da es jedoch technische Probleme mit dem Satelliten gibt, wird den Nutzern empfohlen, effiziente Betriebsarten wie CW oder FT4 für die QSOs zu verwenden. SSB-Kontakte werden als bestenfalls schwierig bezeichnet.
AO-109 trägt die Astronomische Bezeichnung 2021-002C und ist unter der NORAD-Nummer 47311 gelistet.

Frequenzen von AO-109:

  • Invertierender Linear-Transponder
    Uplink 145,860 MHz – 145,890 MHz
    Downlink 435,760 MHz – 435,790 MHz
  • 1k2 BPSK Telemetrie 435,750 MHz (nicht betriebsbereit)

Quelle: funkamateur.de (DL2LUX)

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Hubble-Teleskop nach über einem Monat wieder aktiv

Quelle: wikipedia

Das Hubble-Teleskop, das außerhalb unserer Atmosphäre stationiert ist und so die Sterne unbeeinträchtigt von Luftverwirbelungen beobachten kann, war seit dem 13. Juni außer Gefecht gesetzt: Der für die Instrumente an Bord zuständige Computer war aus unbekannten Gründen ausgefallen. Der Hauptcomputer musste deshalb die Sensoren abschalten, also in einen inaktiven Sicherheitsmodus versetzen.

Alle Versuche, den maladen Computer durch Neustart, Umschalten auf andere Speicherbänke und einen Reserve-Computer etc. wieder in Gang zu bekommen, scheiterten hartnäckig. Durch den Einsatz redundanter Stromversorgungskomponenten gelang es der US-Raumfahrtbehörde schließlich, Hubble wieder in Betrieb zu nehmen.

In den Jahren davor konnte das Teleskop in Außenbordeinsätzen repariert werden, doch die dafür genutzten Space Shuttle stehen inzwischen im Museum. Lange wurde angenommen, dass das James-Webb-Teleskop, das Ende des Jahres endlich starten wird, Hubble ablösen kann. Doch nur Hubble kann Aufnahmen im sichtbaren Spektrum machen. Deshalb wäre es ein großes Problem gewesen, wenn Hubble nicht mehr reparierbar gewesen wäre. Die vor dem Ausfall gemachten Aufnahmen von Hubble wurden am 2. Juli veröffentlicht.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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Neuer OSCAR: MIR-Sat1 ist nun MO-112

Quelle: nanosats.eu

Der erste mauritische Erdsatellit ist MIR-Sat1 (Mauritian Infra-Red Satellite 1). MIR-Sat1 ist ein Projekt des Mauritius Research and Innovation Council (MRIC) und trägt ein Digipeater- und Kameraexperiment.

Zu den Aufgaben gehört das Sammeln von Bildern von Mauritius und der mauritischen Ausschließlichen Wirtschaftszone zu Kapazitäts-, Bau-, Experiment- und Forschungszwecken, sowie experimentelle Kommunikation mit anderen Inseln. Darüber hinaus wird der Digipeater für V/U 9600bps GMSK für die weltweite Kommunikation von Funkamateuren geöffnet, wenn der Satellit nicht für die vorgenannten Zwecke genutzt wird.

Am 22. Juni 2021 wurde MIR-Sat1 von der Internationalen Raumstation durch die JAXA ausgesetzt. Auf Antrag des MRIC benennt die AMSAT hiermit MIR-Sat-1 als MIRSAT-OSCAR 112 (MO-112). Wir gratulieren den Besitzern und Betreibern, danken ihnen für ihren Beitrag zur Amateursatellitengemeinschaft und wünschen ihnen eine lange Mission und weiterhin viel Erfolg bei diesem und zukünftigen Projekten.

  • Mode: 9600 bps GMSK AX25 Digipeater
  • Uplink Frequenz : 145,9875 MHz
  • Downlink Frequenz: 436,925 MHz

Weitere Informationen finden Sie unter https://spacemauritius.com.

Quelle: funkamateur.de (DL2LUX)

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Roboterarm auf ISS durch Weltraumschrott beschädigt

Quelle: spacenews.com

Der Weltraum ist für Geräte und Menschen gefährlich. Neben heftigen Temperaturschwankungen und Strahlung nimmt eine menschengemachte Gefahr zu: Weltraummüll.

Über 23 000 Objekte von der Größe eines Softballs oder größer werden rund um die Uhr überwacht, um mögliche Kollisionen mit Satelliten und der Internationalen Raumstation (ISS) zu erkennen. Eine Reihe von winzigen Objekten − von Gesteins- oder Staubpartikeln bis hin zu abgeplatzten Farbresten von Satelliten − sind zu klein, um überwacht zu werden. Obwohl Vorsichtsmaßnahmen und Ausweichmanöver getroffen werden, um die ISS und ihre Besatzung zu schützen, kommt es immer wieder zu Zusammenstößen mit solch winzigen Objekten.

Ein solcher Treffer wurde während einer Routineinspektion des kanadischen Roboterarms Canadarm2 am 12. Mai 2021 festgestellt. Der Arm blieb glücklicherweise funktionsfähig, hat nun allerdings ein Loch von etwa 5 mm Durchmesser.

Weltraumschrott ist ein zunehmendes Problem, entstanden durch versehentliche und auch absichtliche Kollisionen. Er könnte dazu führen, dass bestimmte Satellitenbahnen nicht mehr nutzbar sind. Bei den Umlaufbahnen in 800 km Höhe, in denen sich die LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) bewegen, ist bereits eine alarmierende Mülldichte entstanden.

Für Projekte wie Internet aus dem All von Starlink, Amazon und anderen sollen fünfstellige Satellitenzahlen in diese Höhen geschossen werden. Diese werden wahrscheinlich für Verschlechterungen bei astronomischen Beobachtungen und eine steigende Gefahr von Kollisionen sorgen. Selbst wenn sie am Ende ihrer Lebensdauer Richtung Erde geschickt werden, um in der Atmosphäre zu verglühen, könnte ihr hoher Aluminiumgehalt die Ozonschicht beschädigen und zu einem wieder wachsenden Ozonloch führen, wie der kanadische Professor Aaron Boley befürchtet [space.com].

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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ARISS SSTV-Übertragungen am 9. und 10. Juni

Russische Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) planen für den 9. und 10. Juni die Übertragung von SSTV-Bildern auf 145,800 MHz FM unter Verwendung des SSTV-Modus PD-120. Die Übertragungen sind Teil des SSTV-Experiments des Moskauer Luftfahrtinstituts (MAI-75) und werden von der Amateurfunkstation RSØISS im russischen Servicemodul der ISS mit einem Kenwood TM-D710 Transceiver gesendet.

Die Sendungen sollen vornehmlich bei Orbits stattfinden, die Moskau überfliegen. Funkamateure entlang der Bodenspur dieser Orbits sollten die Möglichkeit haben, die SSTV-Bilder ebenfalls zu empfangen. Die Sendungen finden am 9. Juni in der Zeit von 09:35 bis 13:50 UTC und am 10. Juni in der Zeit von 08:55 Uhr bis 15:50 Uhr UTC statt. Daten und Zeiten können sich ggf. ändern. Weitere Informationen zu ARISS SSTV finden Sie unter: https://www.spaceflightsoftware.com/ARISS_SSTV/.

Quelle: darc.de

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Forschungsinstitut zur Beobachtung des Weltraumwetters

Quelle: dlr.de

DLR eröffnet Institut für Solar-Terrestrische Physik in Neustrelitz

An Polarlichtern ist die Teilchenstrahlung der Sonne besonders leicht zu erkennen. Doch die Plasma-Ausbrüche der Sonne lassen nicht nur das Naturschauspiel in den Polarregionen entstehen, sie können auch Satelliten empfindlich stören. Im Extremfall beeinträchtigt das Weltraumwetter sogar die Infrastruktur auf der Erde. Das am 26. Mai 2021 eröffnete Institut für Solar-Terrestrische Physik im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beobachtet das Weltraumwetter und forscht daran, die Wechselwirkungen besser zu verstehen und vorherzusagen.

Institut plant mit 80 Mitarbeitenden

Das neue Institut befindet sich am bereits seit 1992 bestehenden DLR-Standort in Neustrelitz. Der Fokus liegt dort auf den Themen Satellitendatenempfang, Satellitenfernerkundung, Navigation, maritimer Verkehr und maritime Sicherheit sowie Weltraumwetter. Das Institut für Solar-Terrestrische Physik hat aktuell etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, langfristig sollen es bis zu 80 werden. Diese betreiben sowohl Grundlagen- als auch angewandte Forschung. Geplant ist unter anderem der Aufbau eines Vorhersage- und Warndienstes.

Starke Sonnenstürme durchbrechen das schützende Magnetfeld der Erde

Strahlungs- und Plasma-Ausbrüche der Sonne, auch Sonnenstürme genannt, haben unterschiedliche Intensität und Häufigkeit. Grundsätzlich bietet das Erdmagnetfeld einen Schutz vor Sonnenstürmen. Bestimmte Sonnenaktivitäten jedoch, wie sogenannte solare Flares oder ein koronaler Massenauswurf, schleudern elektromagnetische Strahlen oder ein riesiges Ensemble ionisierter Teilchen in den Orbit und überwinden den Schutzschild der Erde.

Ein ausgeprägter Sonnensturm kann zu hohen wirtschaftlichen Schäden und Satellitenausfällen führen, elektrische Versorgungsnetze können zusammenbrechen. Außerdem werden die Bordelektronik und die Navigation von Flugzeugen, Schiffen und Autos möglicherweise gestört. Darüber hinaus behindert ein Sonnensturm potenziell die Übertragung von Fernseh-, Radio- und Funksignalen. Bei einer ausreichenden Vorwarnzeit sind jedoch rechtzeitig Gegenmaßnahmen möglich, schon heute werden Satelliten zeitweise ausgeschaltet. Passagierflugzeuge, die bei Sonnenstürmen die Polregionen überfliegen, wechseln in niederigere Bereiche der Atmosphäre oder ändern den Kurs.

Besseres Verständnis der komplexen Zusammenhänge

Im Mittelpunkt der Forschung des DLR-Instituts für Solar-Terrestrische Physik steht das Ionosphären-Thermosphären-Magnetosphären-System (ITM). Dabei handelt es sich um Atmosphärenbereiche der Erde mit Eigenschaften und Wechselwirkungen, die von Sonnenstürmen beeinflusst werden. Ein besseres Verständnis der komplizierten Zusammenhänge soll ermöglichen, negative Auswirkungen vorherzusagen bzw. diese mittels entsprechender Vorkehrungen zu vermeiden.

Die Erforschung der Ionosphäre hat in Neustrelitz eine lange Tradition: Erste Antennen wurden dort bereits 1913 errichtet, damals für eine Versuchsfunkstelle des Kaiserlichen Telegraphenversuchsamtes.

Quelle: funkamateur.de (DLR, Red. FA/-joi)

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Nationale Konferenz Satellitenkommunikation 2021

Am 18. Mai 2021 fand die 7. Nationale Konferenz Satellitenkommunikation in Deutschland statt; das Motto der virtuell abgehaltenen Veranstaltung lautet „#digital #vernetzt #krisenfest“. Im Zentrum standen Themen wie Breitbandversorgung über 5G, das sogenannte Internet der Dinge bis hin zur sicheren behördlichen Kommunikation.

Laut dem aktuellen Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sind aktuell in Deutschland 58,3 Prozent der ländlichen Haushalte mit 100 MBit/s oder mehr versorgt. Der Ausbau leistungsfähiger Netze lahmt auch wegen begrenzter Tiefbaukapazitäten. „Hilfe kann hier aus dem Weltraum kommen. Technologische Fortschritte in der Satellitenkommunikation legen den Grundstein, um aktuell un- oder unterversorgte Haushalte und Gemeinden mit Datenraten bis zu 100 MBit/s im Download und 6 MBit/s im Upload auszustatten. Um hier einen Schritt voranzugehen, hat die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR die Initiative DORF.digital gestartet“, erklärt DLR-Vorstandsmitglied Walther Pelzer ein Projekt, an dem auch die Partner Eutelsat und Airbus beteiligt sind. In einer kleinen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen versorgt eine zentrale Empfangsstation die Nutzer mit schnellem Internet via Satellit.

Technologisch betrachtet wird in den zunehmend vernetzten Satellitensystemen im sogenannten niedrigen Erdorbit – mit Flughöhen zwischen 300 und 3.000 Kilometern Höhe – die Kommunikation zwischen den Satelliten mithilfe von Lasern immer wichtiger. Denn nur Laserlinks können die rasant anwachsenden Datenmengen, die im Weltraum übertragen werden, effizient bewältigen. Dabei sollen Quantentechnologien in Zukunft für Abhörsicherheit sorgen. Quanten sind kleinste, unteilbare Energieeinheiten, die nicht von einem Zustand in einen anderen übergehen, ohne dabei Spuren zu hinterlassen, wenn sie abgehört wurden. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR fördert diese Technologien mit Projekten in Deutschland, aber auch über die deutschen Beiträge an die Europäische Weltraumagentur ESA und in der Europäischen Union.

Quelle: Funkamateur.de (DJ6JZ nach PI Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR))

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Meteoritenschauer Lyriden mit Maximum am 22.4.

In der zweiten Monatshälfte läuten die Lyriden traditionsgemäß die Meteorschauer-Saison ein.

Zwar kann aufgrund der hohen Übertragungsraten des WSJT-Modes FSK441 das ganze Jahr lang über Reflexionen an sporadischen Meteoriten Meteorscatterfunk auf 6 m und 2 m durchgeführt werden. Doch der seit Anfang Januar erste große Schauer des Jahres vermittelt ein wesentlich intensiveres Funkerlebnis. Mit 20 bis 30 sichtbaren Sternschnuppen pro Stunde mit dem Maximum am 22. April, 1300 UTC (lt. imo.net) lässt sich eine Meteorscatter-Verbindung doch deutlich schneller und planbarer komplettieren.

Eine außerordentlich anschauliche Visualisierung des Meteorstroms befindet sich auf der Website der Internationalen Meteor-Organisation IMO.

Sternenfreunde finden das Sternbild Leier (lat. lyra), von dem die Meteoriten auszugehen scheinen, östlich des Herkules, der wiederum östlich des Bärenhüters (Bootes) steht. Das kann man sehr schön online auf der Sternenkarte von Dirk Matussek (interaktive Sternkarte dort links oben, ggf. Hinweise zu Java beachten) verfolgen. 

Quelle: funkamateur.de

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