Der Sputnik-Schock

Photo Credit: NASA, gemeinfrei

Heute vor 65 Jahren

Am 4. Oktober 1957 startete der sowjetische SPUTNIK 1 – der erste künstliche Satellit. Passender konnte sein Name kaum sein, denn „Sputnik“ bedeutet übersetzt Weggefährte oder Trabant. 

Sputnik 1 war eine Aluminiumkugel mit einem Durchmesser von knapp 60 Zentimeter. Auffällig waren zwei Antennenpaare, mit denen Signale auf 20,005 und 40,002 MHz gesendet wurden.

Sputniks Piepsen versetze den US-Militärs einen enormen Schrecken. Bis 1957 waren sie davon ausgegangen, dass im Falle eines Dritten Weltkriegs sowjetische Atomraketen die USA nicht erreichen konnten. Sputnik machte ihnen deutlich, dass sie die technischen Fähigkeiten der sowjetischen Ingenieure unterschätzt hatten. 

Das Ereignis ging später als „Sputnikschock“ in die Geschichte ein. Sputnik 1 selbst verglühte nach nur 92 Tagen Erdumrundung in der Erdatmosphäre.

Quelle: darc.de

WeiterlesenDer Sputnik-Schock

Samantha Cristoforetti, IZ0UDF, übernimmt ISS-Kommando

Die europäische Astronautin Samantha Cristoforetti, IZ0UDF, hat als erste Europäerin das Kommando über die Internationale Raumstation ISS übernommen. Als erste Frau hatte 2007 die US-Amerikanerin Peggy Whitson das ISS-Kommando inne. Cristoforettis Mission dauert noch bis Oktober.

Das Kommando hat sie von dem russischen Kosmonauten Oleg Artemjew übernommen, der sich mit zwei Kollegen auf den Heimweg zur Erde gemacht hat. Bereits 2014 und 2015 war die ESA-Astronautin auf einer ISS-Mission unterwegs und stellte dabei mit knapp 200 Tagen einen neuen Rekord für die längste einzelne Weltraummission einer Frau auf.

Quelle: darc.de

WeiterlesenSamantha Cristoforetti, IZ0UDF, übernimmt ISS-Kommando

Ein kleiner Schritt in Richtung Überleben der Menschheit

Bildquelle: geo.de

Erstmals irdische Sonde auf Asteroiden gezielt eingeschlagen

Wie Sie sicher bereits aus anderen Medien erfahren haben, ist die 330 Mio. US-$ teure NASA-Sonde DART nach zehnmonatigem Flug mit einer Geschwindigkeit von 22 000 km/h auf dem etwa 11 Mio. km entfernten Asteroiden Dimorphos eingeschlagen. Dieser Asteroid mit 170 m Durchmesser umkreist den knapp 800 m großen Partner Didymos in etwa 1200 m Entfernung, wozu er ungefähr 12 h benötigt. Ein Trickfilm des JHU Applied Physics Laboratory verdeutlicht das Szenario sehr anschaulich.

Das Asteroidenpaar ist ziemlich erdnah – zum Vergleich: Der Erdmond ist 0,384 Mio. km von der Erde entfernt, Venus 41,4 Mio. km und Mars 78,3 Mio. km.

DART ist ein annähernd würfelförmiges Objekt mit weniger als 2 m Kantenlänge und einer Masse von etwa 600 kg, das sich mit 6,1 km/s  durch das Weltall bewegte. Durch den Aufprall der Raumsonde soll sich die Geschwindigkeit von Dimorphos reduzieren, sodass sich seine Umlaufzeit um etwa 10 min verkürzt. Vor dem Einschlag wurde planmäßig ein Kleinsatellit von der Sonde abgetrennt, der das Ereignis fotografierte. Diese Bilder sind im Blog von Daniel Fischer zu sehen, ein Video gibt es bei: wetteronline.de

Die Bedeutung des heutigen Erfolgs der NASA für die Menschheit – nicht nur unter funktechnischen Aspekten – lässt sich gar nicht hoch genug bewerten. Dazu muss man nicht bis zum Aussterben der Dinosaurier (ARD alpha) zurückgehen. Es genügen bereits 104 Jahre, als ein mutmaßlich gerade einmal 30…80 m großes Objekt ungeklärter Art und Herkunft nahe des russischen Flusses Tunguska (heutige Region Krasnojarsk) über der Erde mit einer Wucht von 10 bis 15 Mt (Megatonnen) TNT explodierte und auf einer Fläche von über 2000 km² rund 60 Millionen Bäume entwurzelte (cosmos-indirekt.de, Hans-Peter Willig).

… oder neun Jahre: Da explodierte gemäß DLR ein circa 18 m großes und 12 kt schweres Objekt über der russischen Stadt Tscheljabinsk, verletzte 1600 Menschen und verursachte Schäden in Höhe von 30 Mio. Euro. Weitere Kollisionen extraterrestrischer Objekte mit der Erde in naher oder ferner Zukunft sind gar nicht so unwahrscheinlich, denn lt. DLR haben etwa 30 000 Asteroiden solche Bahnen, die die Umlaufbahn der Erde um die Sonne kreuzen. Bei rechtzeitigem Start könnten durch Sonden bewirkte geringfügige Bahnänderungen einen Asteroiden vom Kollisionskurs auf die Erde abbringen.

Quelle: funkamateur.de (Red. FA/-rd)

WeiterlesenEin kleiner Schritt in Richtung Überleben der Menschheit

Interview mit Matthias Maurer, KI5KFH: Sendetermin 4. September

Ein ganz besonderes Highlight wartet auf die Hörerinnen und Hörer von RADIO DARC in der kommenden Sendung vom 4. September. Es gibt dort ein exklusives Interview mit dem ESA-Astronauten und Funkamateur Matthias Maurer, KI5KFH. Nach seinem sechsmonatigen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS ist er wieder zurück auf der Erde.

Anlässlich einer Welcome-Back-Party am Bostal-See in der Nähe seines saarländischen Heimatortes äußerte sich Maurer in einem Interview mit Radio-DARC-Mitarbeiter Dieter Lorig, DK4XW (lesen Sie hierzu auch die Meldung auf der DARC-Webseite vom 16. August unter https://www.darc.de/nachrichten/meldungen/aktuelles-details/news/amateurfunk-kontakte-mit-kids-begeistern-esa-astronaut-matthias-maurer/). Sehr angetan war der Astronaut und Funkamateur vor allem von dem Projekt „Amateurfunk auf der Internationalen Raumstation“. Dieses ermöglicht Schülerinnen und Schülern in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und dem Deutschen Amateur-Radio-Club direkte Funkkontakte in den Weltraum.

Zu hören ist RADIO DARC europaweit immer sonntags ab 11:00 Uhr MESZ auf 6070 kHz über die 100 kW-Sender in Wien. Zusätzlich gibt es pro Woche mehr als 40 weitere Sendeplätze auf KW, per Webstream und über diverse Bürger-Radios auf UKW. Weitere Infos über RADIO DARC finden Sie auf: https://www.darc.de/nachrichten/radio-darc/. Darüber berichtet Rainer Englert, DF2NU.

Quelle: darc.de

WeiterlesenInterview mit Matthias Maurer, KI5KFH: Sendetermin 4. September

Symposium, Flohmarkt und Mitgliederversammlung 2022

Das AMSAT-DL Symposium findet vor der Mitgliederversammlung am Samstag, den 10. September 2022 in der Zeit von 10 Uhr bis 13 Uhr statt. Die Mitgliederversammlung folgt ab 14 Uhr, nach einer kleinen Mittagspause in der auch für das leibliche Wohl gesorgt wird.

 

Veranstaltungsort

Radom der Sternwarte Bochum,
Vereinssitz der AMSAT Deutschland,
Obernbaakstraße 6, 44797 Bochum

Einzelheiten zur Veranstaltung findet man hier.

Quelle: amsat-dl.org

Dank an Frank DB9EV für den Hinweis

WeiterlesenSymposium, Flohmarkt und Mitgliederversammlung 2022

Vor 10 Jahren starb Neil Armstrong

Bildquelle: planet-wissen.de

„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, doch ein großer für die Menschheit“: Für diesen Satz wurde der am 5. August 1930 bei Wapakoneta, Ohio, USA geborene Neil Armstrong berühmt. Er sprach ihn, als er am 21. Juli 1969 um 02:56:20 UTC im Rahmen der Apollo-11-Mission als erster Mensch den Mond betrat. Dabei war er etwas übereifrig und brachte die Satelliten-Bodenstationen in die Bredouille, die diesen Moment übertragen sollten, aber gerade noch nicht Kontakt zum Mond hatten. Eigentlich war der Moment der Momente erst einige Minuten später geplant. Die ersten Sekunden der Mondlandung mussten deshalb einen Umweg über Australien gehen und hatten eine reduzierte Bildqualität.

Kurz zuvor, um 20:17 UTC hatte Armstrong jedoch durch manuelles Eingreifen die Mission gerettet, als die Apollo-Computer im Landeanflug infolge eines Designfehlers überlastet wurden und die Landefähre drohte, auf ungünstigem felsigen Gelände aufzusetzen. Auch seine Meldung hierzu, „The Eagle has landed“, ist bis heute in Erinnerung geblieben.

Armstrong hatte zuvor am am 6. Mai 1968 auf der Erde bei dem Absturz eines Mondlandungstrainingsgeräts nur knapp überlebt und war schon in den Raumfahrtprogrammen vor Apollo (Gemini) involviert. Er erreichte noch viel nach Apollo, wurde Professor und Millionär, blieb aber immer bescheiden. Am 25. August 2012 starb Neil Armstrong in Cincinatti, Ohio, USA an den Folgen einer Herzkranzgefäß-Bypassoperation.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

WeiterlesenVor 10 Jahren starb Neil Armstrong

AMSAT-EA: Start zweier Satelliten im September

Für den 11. September ist der Start zweier neuer Amateurfunksatelliten aus Spanien vorgesehen: GENESIS-G und GENESIS-J. Genau genommen handelt es sich bereits um den zweiten Versuch, da der Start der Firefly-Mission im September 2021 nicht glückte. Die Frequenzen wurden indes von der IARU koordiniert und lauten wie folgt:

GENESIS-G/ASTROLAND-1 145,875 MHz Uplink, Modi: FM-Sprache (kein CTCSS) und FSK 50 bps, AFSK, AX.25, APRS 1200/2400 bps; 436,888 MHz Downlink, Betriebsarten: FM-Sprache, CW, FSK 50 bps, FM-Sprachbake mit Rufzeichen AM2SAT. GENESIS-J/ASTROLAND-2: 145,925 MHz Uplink, Betriebsarten: FM-Sprache (kein CTCSS) und FSK 50 bps, AFSK, AX.25, APRS 1200/2400 bps, 436,666 MHz Downlink, Betriebsarten: FM-Sprache, CW FSK 50 bps, SSTV Robot 36, FM-Sprachbake mit Rufzeichen AM3SAT. Bleibt zu hoffen, dass der Start diesmal von der Vandenberg Air Force Base glückt. Das Startfenster beginnt um 15:00 UTC. Die voraussichtliche Höhe der Umlaufbahn beträgt 300 km mit einer Neigung von 137°. Weitere Informationen zur Mission gibt es unter: https://firefly.com/alpha-flight-2-to-the-black/. Darüber berichtet Felix, EA4GQS, für das AMSAT EA-Team.

Quelle: darc.de

WeiterlesenAMSAT-EA: Start zweier Satelliten im September

BSI: Computerangriffe auf Satelliten vermeiden

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat IT-Schutzhinweise für Weltrauminstallationen (Raumsonden und -stationen sowie Satelliten) herausgegeben. Aktuell wurde ja bereits die ViaSat-Infrastruktur gehackt, wenn auch der Teil am Boden, gut 6000 Modem-Empfänger mussten ausgetauscht werden. Ein Satellit mit gelöschter Betriebssoftware würde dagegen unweigerlich unsteuerbarer Weltraumschrott.

Das Dokument ist das Ergebnis einer einjährigen Arbeit, an der unter anderem Airbus Defence and Space, die Deutsche Raumfahrt-Agentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das BSI beteiligt waren. Der Leitfaden konzentriert sich auf die Festlegung von Mindestanforderungen für die Cybersicherheit von Satelliten. Zumindest zukünftige Satelliten – die bereits in Umlaufbahnen befindlichen lassen sich meist nicht so leicht updaten. Wenn doch, sind sie allerdings sogar besonders gefährdet.

Die Detailliertheit ist beeindruckend, obwohl das Dokument eher eine Grundlinie dessen darstellt, was zu beachten ist (mittels einer Checkliste), als eine konkrete Anleitung zum sicheren Satellitendesign. Es geht um alle Phasen des Lebenszyklus eines Satelliten wie Entwurf, Tests, Transport, Inbetriebnahme, Betrieb und schließlich die Stilllegung. Hinzu kommen die Netze und Anwendungen, die zur Unterstützung dienen, bis hinunter zum Serverraums.

Die Cybersicherheit im Weltraum wird immer wichtiger. Vor etwas mehr als zehn Jahren wurden zwei von den USA betriebene Umweltüberwachungssatelliten gestört, und während Anti-Satelliten-Waffen unermesslichen Schaden anrichten können, hat sich die Cyber-Kriegsführung weiter verbreitet. Warum sollte man eine Rakete auf einen Satelliten richten, wenn ein Angreifer ihn nach seinem Willen beeinflussen kann?

Das BSI-Dokument geht sogar so weit, dass es Überlegungen darüber anstellt, was mit Satelliten nach dem Ende ihrer Lebensdauer geschehen soll. Die Satelliten könnten alle möglichen Daten enthalten und auch diese müssen überwacht werden, wenn sie auf eine Friedhofsumlaufbahn geschickt werden. Schließlich kann man nicht mal eben hinauffliegen, die Festplatten ausbauen und diese dann auf der Erde schreddern.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

WeiterlesenBSI: Computerangriffe auf Satelliten vermeiden

Maximum des Meteorschauers Perseiden am 13. August

Bildquelle: miss.at

Relativ hohe Fallzahlen noch bis 15. August

Es ist wieder soweit: Der vom Komet 109P/Swift-Tuttle gespeiste und in Bezug auf die durchschnittliche Länge der Reflexionen ergiebigste Meteorschauer des Jahres – die Perseiden – gibt seine Vorstellung. 2022 wird ein mehrere Stunden anhaltendes Maximum am 13. 8. gegen 0100 UTC erwartet. Allerdings wird wie schon 2021 auch diesmal mit einem eher mäßigen Auftritt des Schauers gerechnet: Die üblichen 100 sichtbaren Sternschnuppen pro Stunde werden wohl nicht erreicht werden, stattdessen vielleicht eher 20 bis 30. Erst 2027 soll es mit den Reflexionszahlen dann wieder aufwärtsgehen.

Der Vollmond am 12. August schafft leider sehr ungünstige Bedingungen für visuelle Beobachtungen, sodass nur sehr helle und entsprechend seltene Sternschnuppen zu sehen sein dürften. Wenigstens wird aufgrund der derzeitigen Hochdruckwetterlage keine Bewölkung stören. Eine sehr schöne Erläuterung von Begriffen wie Feuerkugel, Meteor, Meteorid, Meteorit, Sternschnuppe etc. ist bei Wikipedia nachzulesen.

Relativ hohe Fallzahlen treten jedoch nicht nur am 13.8., sondern im Zeitraum vom 9. bis 15. August auf, wie uns eine sehr aufschlussreiche Dokumentation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt aus dem Jahr 2020 lehrt. Bereits gestern und heute kamen auf 2 m mehrfach längere Reflexionen bis hin zu 30 s durch.

Für uns Funkamateure sind jedoch auch die schwachen, nicht sichtbaren Sternschnuppen nutzbar, weshalb sich immer noch gut akzeptable Meteorscatter-Verhältnisse einstellen werden!

Bursts von mehreren Sekunden bis über 1 min Dauer sind selbst im 2-m-Band typisch für diesen Schauer. Auf 70 MHz und 50 MHz sind die Reflexionen demgegenüber noch merklich häufiger und auch anhaltender, da aufgrund der niedrigeren Frequenzen eine schwächere Ionisation der Meteorspur bereits ausreicht. Deshalb eignen sich die Perseiden auf diesen Bändern besonders für SSB-Versuche, denn mitunter kann ein QSO innerhalb eines einzigen langen Bursts komplettiert werden.

Perseiden-Meteoroiden gehören mit etwa 59 km/s zu den schnelleren ihrer Art (beispielsweise treten die Geminiden im Dezember mit nur 39 km/s in die Atmosphäre ein). Aus diesem Grunde verglühen sie bereits am oberen Ende der E-Schicht, was letztendlich zu einem größeren Funkhorizont führt: Der Schauer ist also besonders geeignet für Weitverbindungen über 2000 km. Dank der WSJT-Modes FSK441 und MSK144 reichen hier auch sehr kurze Reflexionen aus, um die notwendigen Daten zu übermitteln. Um gegenseitiges QRM bei nahegelegenen Stationen zu vermeiden, sollte auf 2 m in MSK144 allerdings nicht die 15-s-Option für die Sende-/Empfangsperioden gewählt werden, da in FSK441 ausschließlich in 30-s-Sequenzen gearbeitet wird. Aus dem gleichen Grunde hat sich etabliert, dass Mitteleuropa – und damit auch DL – bei CQ-Rufen stets in der zweiten Periode sendet, also Sekunde 30 bis 60 der vollen Minute.

Quelle: funkamateur.de (DF2ZC, DL2RD)

WeiterlesenMaximum des Meteorschauers Perseiden am 13. August

DARPA: Satelliten sollen Ionosphäre überwachen

Bildquelle: NASA (gemeinfrei)

Die Defense Advanced Research Project Agency (DARPA, USA) hat die erste Ausschreibung für ihr Ouija-Programm veröffentlicht, bei dem Sensoren auf „erdnahen Satelliten“ zum Einsatz kommen sollen, um neue Erkenntnisse über die Ausbreitung von HF-Funkwellen (Kurzwelle) in der Ionosphäre zu gewinnen. Aufgrund der hohen Dichte an geladenen Teilchen ist die Signalausbreitung in der Ionosphäre nur schwer vorhersehbar. Eine fortlaufende Überwachung der Ionosphäre in-situ (d. h. „unmittelbar am Ort“) würde erstmals kurzfristige und in Zeit und Raum detaillierte Vorhersagen in Echtzeit ermöglichen.

Ziel des Ouija-Programms ist es daher, sog. „VLEO-Satelliten“ (Very Low Earth Orbit – also Satelliten in sehr niedrigen Umlaufbahnen) in rund 200 bis 300 km Flughöhe zu starten, also deutlich unterhalb der Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS, die in einer durchschnittlichen Höhe von bis zu 400 Kilometern um unseren Planeten kreist. Über jeweils einen KW-Empfänger an Bord der Satelliten soll die Ionosphäre im Bereich von 2 bis 30 MHz in Echtzeit kartiert werden. „Der VLEO-Höhenbereich, etwa 200 bis 300 km über der Erde, ist aufgrund seiner informationsreichen Umgebung, in der die ionosphärische Elektronendichte am höchsten ist, von besonderem Interesse“, so Jeff Rogers, Ouija-Programmmanager im Strategic Technology Office der DARPA. Die Antenne stellt bei dem Programm eine besondere Herausforderung dar, da effiziente HF-Antennen, die am unteren Ende des Bandes arbeiten, in der Regel lang sind. Bisherige Messkampagnen zur Erforschung der Ionosphäre sind in der Regel bodengestützt – mit dem Nachteil eines hohen Störpotentials in der Umgebung der Empfangsanlagen. „Ouija“ soll daher aus störarmer Höhe diese bodengestützten Messungen ergänzen. Letztendlich plant die DARPA die Entwicklung einer Lösung mit insgesamt sechs Satelliten bis Ende 2025.

Quelle: darc.de

WeiterlesenDARPA: Satelliten sollen Ionosphäre überwachen