Stromausfall Berlin – Einordnung aus Sicht Notfunk
Unsere OV-interne jährliche "BlackOut-Übung" hat ungewollt an Aktualität und Notwendigkeit dazugewonnen. Aber mit den Erfahrungen daraus können wir unser Konzept "wir helfen uns untereinander dadurch, daß wir in Kontakt bleiben" und natürlich "Bürger helfen Bürger", also z.B. dem direkten Nachbarn, stabilisieren.*************************Viele fragen gerade, was Funkamateure beim Berliner Stromausfall konkret tun – und ob wir „jetzt nicht mal hinfahren“ oder bundesweit etwas koordinieren sollten. Unsere Einordnung ist hier bewusst nüchtern: Aktuell gibt es dort nichts, was wir koordiniert unterstützen müssten oder sinnvoll ersetzen könnten. Der Ausfall ist lokal begrenzt, der Rest der Stadt unterstützt massiv, Informationsfluss und Hilfeleistung laufen, und die Lage wird durch die zuständigen Stellen mit großem Kräfteansatz vor Ort bearbeitet.Wichtig ist: In Berlin gibt es Funkamateure als lokale Ansprechpartner, die den zuständigen Stellen vor Ort bekannt sind bzw. selbst eingebunden sind. Wenn sich die Lage so verändern sollte, dass zusätzliche Kommunikationsunterstützung sinnvoll oder notwendig wird, kann das situationsgerecht von dort aus angestoßen und mit uns abgestimmt werden. Genau das ist der richtige Weg: nicht aus dem Bauch heraus „irgendwas machen“, sondern dann helfen, wenn es gebraucht wird – abgestimmt, wirksam und verantwortungsvoll.Gleichzeitig gilt klar: Wir können helfen, wenn wir benötigt werden, insbesondere dann, wenn Kommunikationswege beeinträchtigt sind oder eine konkrete Anforderung kommt, und wir können dabei auch autarke Kommunikationsinfrastruktur bereitstellen. Davon unabhängig können Funkamateure jederzeit ganz unmittelbar im eigenen Umfeld helfen – also dort, wo es im Alltag wirklich zählt: bei den Nachbarn, im direkten Nahbereich, im Sinne von „Bürger helfen Bürger“. Genau dafür gibt es das Konzept „Notfunk im Ortsverband“: Es befähigt Funkamateure, ohne besondere Koordination oder formale Anforderung unkompliziert Nachbarschaftshilfe zu leisten und bei Bedarf Informationen und Unterstützung in der Nachbarschaft zu übermitteln.Wenn du dich fragst, was du ganz praktisch „tun kannst“, dann ist es genau das: im eigenen Umfeld ansprechbar sein, vorbereitet sein, ruhig bleiben – und die Nachbarschaftshilfe dort leisten, wo sie unmittelbar Wirkung hat. Infos zum Konzept „Notfunk im Ortsverband“ findest du hier: https://www.darc.de/index.php?id=58426Quelle: darc.de
