Astra Satelliten sollen nun auch von Schottland starten

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Traditionell startet man Satelliten und Raumflüge lieber aus niedrigen Breiten wie Cape Canaveral in Florida oder Kourou in Französisch-Guayana wegen der höheren Startgeschwindigkeit in Äquatornähe und dem Anpeilen eines geostationäen Orbits. Russland musste mit Baikonur allerdings immer schon aus höheren Breiten starten und bei anderen Umlaufbahnen als der geostationären kann dies ohnehin sinnvoll sein.

Astra hat bereits Satelliten aus Alaska gestartet, nun sollen auch die schottischen Shetland-Inseln hinzukommen:

Astra Space, Inc. und der SaxaVord UK Spaceport haben am 10. Mai bekanntgegeben, dass sie eine Partnerschaft eingehen, um den Zugang zum Weltraum zu verbessern, indem sie spezielle Orbitalstartdienste für einen wachsenden Satellitenmarkt anbieten. Vorbehaltlich des Abschlusses endgültiger Vereinbarungen und behördlicher Genehmigungen werden die Raketenstarts voraussichtlich im Jahr 2023 beginnen.   

Mit seinem flexiblen, mobilen Ansatz kann Astra ein voll funktionsfähiges Startsystem transportieren und mit einer einfachen Betonplatte für Starts verbinden. SaxaVord UK Spaceport würde die Kapazität von Astra bei wichtigen Neigungen erweitern. Zusammen sollen sie den Zugang zum Weltraum für Kunden, die im Vereinigten Königreich starten, beschleunigen.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD nach PI)

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SOFIA fliegt dieses Jahr zum letzten Mal

Bildquelle: dir.de

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie SOFIA ist ein Teleskop, das nicht am Boden steht oder wie das Weltraumteleskop Hubble in einer Umlaufbahn die Erde umrundet, sondern in einer umgebauten Boing 747 bis in die Stratosphäre fliegt, oberhalb von 12 km Höhe, um zumindest die Infrarot-Absorption in der Troposphäre zu 99% zu umgehen.

SOFIA ist seit dem 30. November 2010 im Einsatz und war für eine Nutzungsdauer von 20 Jahren konzipiert. Doch das Flugzeug ist alt, von 1977, die Betriebskosten sind hoch, und die Notwendigkeit besteht dank Alternativen wie Hubble nicht mehr. Spätestens am 30. September 2022 soll SOFIA deshalb außer Betrieb gehen.

SOFIA, ein gemeinsames Projekt der NASA und der Deutschen Raumfahrt-Agentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), hatte nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Die Entwicklung begann 1996, das „erste Licht“ wurde 2010 erblickt und die Plattform 2014 für voll funktionsfähig erklärt. Die fünfjährige Hauptmission wurde 2019 beendet, eine dreijährige Missionsverlängerung läuft in diesem Jahr aus.

Die Instrumente des Teleskops arbeiten im nahen, mittleren und fernen Infrarot, und da die Boeing 747 nach jedem Flug landet, hatten die Ingenieure die Möglichkeit, die Nutzlast zu warten und zu aktualisieren. Doch auch dies lohnt nun den Betrieb nicht mehr – Hubble übertrifft seit langem die Leistung von SOFIA.

Erfolglos war SOFIA jedoch nicht; zu den Entdeckungen der Mission gehört der Nachweis von Wasser auf der sonnenbeschienenen Oberfläche des Mondes im Jahr 2020. Bis zum Ende der Mission sind weitere Flüge für das Observatorium geplant, darunter auch ein Abstecher nach Neuseeland.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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Wie fotografiert man ein schwarzes Loch?

Bildquelle: securnews.ch

Gerade geht es wieder durch die Presse, ein Bild eines Schwarzen Lochs. Das erste „Foto“ dieser Art entstand vor drei Jahren von einem Schwarzen Loch in der elliptischen Riesengalaxie M87 im Virgo-Galaxienhaufen. Das „neue“ schaut zwar ähnlich aus, ist aber nun aus unser eigenen Milchstraße.

Natürlich kann man ein Schwarzes Loch nicht direkt aufnehmen: „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts!“ Wohl aber das, was es in seinem Umfeld anrichtet. Dort herrscht nämlich erhöhte Strahlung, weil die Materie ins schwarze Loch gesaugt und dabei beschleunigt wird. Tatsächlich handelt es sich auch um kein Foto, sondern um ein errechnetes Bild, denn die Beobachtung erfolgte durch ein Array von Radioteleskopen, dem Event Horizon Telescope. Es folgten teils bis zu 5 Jahre Rechenarbeit auf Hochleistungscomputern, um hieraus ein für unsereins erkennbares Bild zu erzeugen.

Das neue Bild ist der erste direkte visuelle Nachweis für die Anwesenheit dieses Schwarzen Lochs. Es wurde vom Event Horizon Telescope (EHT) aufgenommen, einem Netzwerk, das acht bestehende Radioobservatorien auf der ganzen Welt zu einem einzigen virtuellen Teleskop von der Größe der Erde verbunden hat. Das Teleskop ist nach dem Ereignishorizont benannt, der Grenze des schwarzen Lochs, hinter der kein Licht mehr entweichen kann.

Obwohl wir den Ereignishorizont selbst nicht sehen können, weil er kein Licht aussenden kann, zeigt glühendes Gas, das um das schwarze Loch kreist, eine verräterische Signatur: eine dunkle zentrale Region (Schatten genannt), die von einer hellen ringförmigen Struktur umgeben ist.

Zu dem EHT-Netzwerk von Radioobservatorien, das dieses Bild ermöglicht hat, gehören neben anderen Einrichtungen auch das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) und das Atacama Pathfinder EXperiment (APEX) in der Atacama-Wüste in Chile, an dem die ESO im Namen ihrer europäischen Mitgliedsstaaten als Partner beteiligt ist und mitarbeitet.

Das Schwarze Loch, dessen Bild vor drei Jahren entstand, befand sich sogar noch zweitausend Mal weiter entfernt im All als das Schwarze Loch in der Milchstraße. Doch es war auch tausend Mal schwerer als unser „eigenes“ Schwarzes Loch – und damit sitzt es ruhiger im All und war leichter abzubilden. Zudem ist das Schwarze Loch in der Mitte unserer Heimatgalaxie von der Erde aus eigentlich gar nicht zu sehen. Für die Radioteleskope spielte dies jedoch keine Rolle.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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Internationaler Museumstag am Sonntag, 15. Mai

Bildquelle: mfk-frankfurt.de (Bert Bostelmann)

Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation in Heusenstamm lädt ein zum Besuch

Die Sammlungen der Museen für Kommunikation feiern dieses Jahr ihren 150. Geburtstag. Aus diesem Anlass und zum Internationalen Museumstag öffnet das Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation in Heusenstamm bei Frankfurt/Main am 15. Mai 2022 von 10 bis 17 Uhr seine Türen: 75 000 Objekte aus der Post- und Telekommunikationsgeschichte, darunter Postkutschen, Kraftfahrzeuge, Gemälde, Telefone, Radios, Fernsehgeräte und viele andere Objekte erwarten die Interessierten.

Zugleich findet auf dem Gelände in Heusenstamm das 14. Internationale Treffen der Sammler historischer Postfahrzeuge statt. Auf dem Außengelände sind zahlreiche restaurierte Postfahrzeuge zu bestaunen – vom Postmoped bis zum fahrbaren Postamt. Eine historische Postkutsche lädt an diesem Tag zur Rundfahrt ein.

Veranstaltungsort ist das Sammlungsdepot Heusenstamm, Philip-Reis-Straße 4-8, 63150 Heusenstamm. Weitere Informationen und eine Übersicht des Begleitprogramms sind einer PDF-Broschüre zu entnehmen.

Quelle: funkamateur.de (MFK Frankfurt/Main / Red. FA/-joi)

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Wegbereiter für die Nutzung der GSM/GPRS-Technologie auf den Amateurfunkbändern

Könnten künftig die aus dem Mobilfunkbereich bekannten GSM/GPRS-Technologien auf den Amateurfunkfrequenzen Anwendung finden? Die private Stiftung Amateur Radio Digital Communications (ARDC) fördert mit 249.424 € diese Entwicklung. Der DARC e.V. als Förderungsempfänger beauftragt nun Osmocom (Open Source Mobile Communications) mit der Erstellung eines entsprechenden Clients.

Osmocom ist in der Lage, Open-Source-Projekte im Bereich der Mobilfunkkommunikation mittels SDRs-Technik zu realisieren. Schon vor einiger Zeit erkannte Osmocom eine Lücke zwischen den vielversprechenden Open-Source-Entwicklungen in der Mobilfunktechnologie der vergangenen zehn Jahre und den Anforderungen, diese im Kontext des Amateurfunks nutzen zu können. Mit Hilfe der Förderung kann nun Software entwickelt werden, um die GSM/GPRS-Technologie auf Amateurfunkbändern nutzbar zu machen. Als SDR-Hardware eignen sich z.B. der LimeSDR- oder die USRP-Serie. Wie beim Mobilfunk soll die Netz-Infrastruktur auf Zellen beruhen, um Telefonieanwendungen zu ermöglichen.

Die Osmocom-Entwickler werden ihre langjährige Erfahrung in der Erstellung von Open-Source-Software für die mobile Kommunikation nutzen, um das Projekt anzugehen. Die Ergebnisse werden ebenfalls wieder Open-Source Software.

Der gesamte Entwicklungsprozess findet in der Osmocom-Entwicklergruppe statt. Zur Begleitung der Arbeiten werden öffentlich zugängliche Ressourcen wie Redmine Issue Tracker, Gerrit Code Review Platform, Mailinglisten, IRC-Channel usw. verwendet. Einmal abgeschlossen, wird das Projekt eine spätere Entwicklung ermöglichen, bei der EGPRS/EDGE mit 8PSK in einem schmalbandigen Datenkanal übertragen werden kann. Weitere Informationen zu Osmocom findet man auf der Webseite https://osmocom.org/.

Quelle: darc.de (https://www.ampr.org/grants/grant-paving-the-way-to-use-gsm-gprs-technology-on-amateur-radio-bands)

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23. Europatag der Schulstationen – ein erster Rückblick

Am Donnerstag, dem 5. Mai, waren von 08:00 bis 18:00 UTC viele Ausbildungsrufzeichen (DN) und Clubstationen an Schulen auf den Amateurfunkbändern QRV. Der Europatag der Schulstationen des AATiS e.V. war – aus Sicht der DARC-Teilnehmer – ein voller Erfolg. Derzeit wird der Wettbewerb von AATiS-Mitglied Peter Eichler, DJ2AX, ausgewertet.

Viele Schulen und Clubstationen nutzten die Gelegenheit, sich über den Amateurfunk auszutauschen und Gleichgesinnte zu treffen. In ganz Deutschland nahmen verschiedene Schulen an dieser Veranstaltung teil. Per Mailingliste standen die teilnehmenden Stationen vorab in Verbindung. Auch Skeds wurden über die Liste direkt vereinbart, was zu einigen langen QSOs führte.

Die Schüler hatten eine Menge Spaß und konnten ihr Wissen praktisch anwenden. An vielen Schulen und auch in Berlin freuten sich die Schüler über die Kontaktaufnahme mit DPØGVN, der Station auf der deutschen Forschungsstation Neumayer Station III in der Antarktis.

„Dieser Tag war ein voller Erfolg und weitere Aktionen dieser Art werden folgen“, so der AJW-Jugendreferent Florian Schmid, DL1FLO. Derzeit werden Erfahrungsberichte und Rückmeldungen per E-Mail an pressestelle@darc.de gesammelt, die in den CQ DL-Abschlussbericht in der Ausgabe 7/22 einfließen werden.

Quelle: darc.de

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Girls’Day im Amateurfunkzentrum Baunatal

Sieben Mädchen aus der Region verbringen am Donnerstag, dem 28. April, einen Tag im Amateurfunkzentrum Baunatal und erhalten u.a. Einblicke in den Beruf des Ingenieurs. OM Werner Vollmer, DF8XO, gibt den Schülerinnen einen Einblick in die Welt des Amateurfunks. Bastelprojekte und Funkbetrieb stehen ebenfalls auf dem Programm.

Der DARC e.V. nimmt seit vielen Jahren an diesem bundesweit organisierten Aktionstag teil, an dem Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen öffnen.

Unter dem Motto „Vom Funkamateur zum Ingenieur“ setzt sich der DARC e.V. dafür ein, junge Menschen an die Technik heranzuführen und fördert physikalische und mathematische Grundverständnisse. In zahlreichen Ausbildungskursen in Deutschland werden die Newcomer auf die Amateurfunkprüfung bei der Bundesnetzagentur vorbereitet.

Weitere Informationen zum Thema Girls’Day finden Sie im Internet unter https://www.girls-day.de.

Quelle: darc.de

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Tag des Morsezeichens

Am Mittwoch, 27. April, feiern wir den Tag des Morsezeichens. Das Datum ist nicht zufällig gewählt. Bei dem 27. April handelt es sich um den Geburtstag von Samuel Finley Breese Morse, dem Begründer der Morsetelegrafie. Gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Alfred Lewis Vail entwickelte er in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts einen Code aus Zeichen von drei verschiedenen Längen und unterschiedlich langen Pausen.

Zwar ist im kommerziellen Bereich das Morsen weitgehend verschwunden, doch Funkamateure halten bis heute die Kunst des Morsens lebendig. Weltweit treffen sich Funkamateure auf Kurzwellenfrequenzen und frönen Telegrafie-Funkverbindungen oder nehmen an CW-Contesten teil. Hier zählt Geschwindigkeit, Präzision, körperliche Fitness und ein hervorragendes Verständnis für die sportliche Welt der Amateurfunkwellen.

2014 wurde die Morsetelegrafie in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen – die Deutsche UNESCO-Kommission würdigte sie als bedeutende interkulturelle Kommunikationsform, die Zeit und Raum überwindet.

Quelle: darc.de

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Erstverbindung: JW100QO funkte mit DP0GVN

Nord-Süd-Distanzrekord über QO-100

Am gestrigen Samstag, den 23. April, war es soweit: Eine lange geplante Funkverbindung über den geostationären Amateurfunksatelliten QO-100 zwischen der DXpedition JW0X auf Spitzbergen und der deutschen Antarktisstation Neumayer III, DP0GVN, konnte erfolgreich stattfinden. Damit gelang erstmals ein Amateurfunkkontakt zwischen der Arktis und der Antarktis über einen Satelliten.

Für diese überdies erste Aktivität von der arktischen Insel Spitzbergen über QO-100 hatte die DXpedition JW0X eigens das Rufzeichen JW100QO reserviert. Um die immensen Pile-ups auf dem Satelliten zu bewältigen, war man zeitweise mit beiden Rufzeichen und zwei Stationen gleichzeitig über QO-100 aktiv. Am 22. April war das JW100QO-Team am Standort Kapp Linné eingetroffen, von wo der geostationäre Satellit knapp über dem Horizont erreicht werden konnte.

Auf Kurzwelle ist die DXpedition JW0X noch bis 26. April aus der Klubstation JW5E in Longyearbyen aktiv. Auch in Mitteleuropa ist die Station mit oft lauten Signalen und flüssigem Funkverkehr aufzunehmen.

Quelle: funkamateur.de (AMSAT-DL, DX-World.net, DL1AX, Red. FA/-joi)

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