Einfache WSPR-Bake mit minimalem Aufwand

Quelle: hackaday.com/Dan Maloney, KC1DJT

Auf der Internetseite Hackaday schreibt Dan Maloney, KC1DJT, über eine einfache WSPR-Bake mit minimalem Aufwand. „Alles, was wirklich benötigt wird, ist ein Oszillator, der ein Signal mit einer festen Frequenz erzeugt und diese Frequenz softwaregesteuert variiert, um die Nachricht zu codieren“, so KC1DJT. „Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu tun, einschließlich der Verwendung der GPIO-Pins an einem Raspberry Pi, um das HF-Signal direkt zu erzeugen“, beschreibt KC1DJT.

Stattdessen entschied er sich für einen Si5351-Taktgenerator-Breakout-Board und einen Arduino Nano. „Die Taktgeneratorplatine verfügt über einen dreikanaligen PLL-gesteuerten Oszillator, der mit I2C kommuniziert und eine gut unterstützte Bibliothek hat, die es ermöglicht, einen einfachen Oszillator für fast jedes Band zu implementieren“, so KC1DJT. Letztendlich entschloss sich OM Maloney dazu, eine Bake für das 20-m-Band zu bauen. Selbstredend ist noch ein Tiefpassfilter erforderlich. Dazu schaute sich KC1DJT Video-Tutorials von Charlie Morris, ZL2CTM, über Filterdesign an. „Ich bin seine Berechnungen durchgegangen und habe Werte für die Kondensatoren und Induktivitäten ermittelt, die für einen Filter benötigt werden, der alles oberhalb von etwa 14,2 MHz abschneidet“, so KC1DJT über seine Vorgehensweise. Auch wenn er – eigenen Aussagen zufolge – noch nie ein solches Filter gebaut hatte, gelang es ihm die zweite Harmonische um 35 dB zu bedämpfen. Offenbar sind 13 mW an einer Halbwellenantenne bei KC1DJT aber noch viel zu wenig für nennenswerte Erfolge, denn OM Maloney befasst sich schon gedanklich mit dem Aufbau einer kleinen Endstufe. Den interessanten Beitrag unter dem Gesichtspunkt des Schaltungs-Minimalismus lesen Sie unter https://hackaday.com/2021/04/15/the-50-ham-a-simple-wspr-beacon/

Quelle: darc.de

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Kann man mit WSPR-Daten das Wrack von MH370 finden?

Foto: Abflug von Malaysia Airlines Boeing 777-200ER (9M-MRO) am Flughafen Roissy-Charles de Gaulle in Frankreich, Wikipedia, Laurent ERRERA, CC BY-SA 2.0)

Es ist ein Mysterium der jüngeren Luftfahrt-Geschichte: Am 8. März 2014 verschwand Flug MH370 um 1:21 Uhr Ortszeit aus der Überwachung der Flugverkehrskontrolle des Flughafens von Subang (Kuala Lumpur, Malaysia). Könnte nun die Auswertung von WSPR-Daten den Bereich der vermuteten Absturzstelle erhärten?

In einem Bericht schlägt Richard Godfrey vor, dass Daten aus dem WSPR-Netzwerk Hinweise auf den Standort des vermissten Malaysian Airlines Fluges MH370 liefern könnten. In einem Artikel auf der Webseite von Airline Ratings heißt es: „Weak Signal Propagation ist eine faszinierende Technologie auf Basis eines digitalen Funkkommunikationsprotokolls. Sie erweist sich als ein neues Werkzeug, um den Standort von MH370 zu bestätigen, der vor etwas mehr als sieben Jahren mit 239 Menschen an Bord verschwand. Einfach ausgedrückt: Stellen Sie sich vor, Sie müssten über eine Prärie wandern und alle zwei Minuten gäbe es einen Haufen Stolperdrähte, die Sie nicht sehen können und die einen Alarm auslösen. Oder anders ausgedrückt: Stellen Sie sich vor, Sie brechen in eine Hochsicherheitsbank ein, Um den Tresorraum zu erreichen, müssen Sie einen Raum voller Laserstrahlen durchqueren, die Sie nicht sehen können und jede Unterbrechung eines Laserstrahls würde einen Alarm auslösen. Nun, das ist es, was Flugzeuge tun – sie reflektieren unsichtbare Radiowellen. Richard Godfrey, einer der führenden Experten bei der Jagd nach MH370, hat gerade eine neue Studie abgeschlossen, die herausfindet, dass MH370 eine Reihe von Funkübertragungsdetektionen ausgelöst hat, die bestätigen, dass es sich an der Stelle befindet, die Satellitenstudien und Driftmodellierung nahegelegt haben.“ Darüber berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate mit Verweis auf die ganze Geschichte unter dem Link https://www.airlineratings.com/news/mh370-set-off-radio-tripwires-confirming-location-says-new-report/.

Dr. Robert Westphal, DJ4FF, hat zu diesem Thema den Vortrag „Geocaching in der Ionosphäre“ auf dem HamSCI Workshop gehalten. Darin gibt er einen Überblick über die Nutzung des Weak Signal Propagation Reporting Network (WSPRNet) bei der Suche nach MH370. Die Folien können heruntergeladen werden von https://dropbox.com/s/weu4h7154lqtt62/Geocaching%20in%20the%20Ionosphere.pdf.

Flug MH370 mit der Registrierung 9M-MRO war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking (China) – dort war er allerdings nie angekommen. Seit dem Kontaktabbruch gelten 227 Passagiere, 12 Besatzungsmitglieder mitsamt dem Flugzeug als vermisst. Unfallermittler stehen vor einem Rätsel, mehrere Suchmissionen verliefen bis heute erfolglos. Dies auch vor dem Hintergrund, als dass die Piloten offenbar schon frühzeitig den ADSB-Transponder abgeschaltet hatten. Nur die Triebwerke sendeten noch lange Zeit so genannte „Pings“, kurze Telemetriesendungen, die über Satelliten empfangen wurden. Anhand dieser Daten und die theoretische Abdeckung der Empfangsgebiete der Satelliten vermutet man, dass die Maschine noch Stunden in Richtung Indischer Ozean weitergeflogen war, bis der Kerosinvorrat aufgebraucht war. Die ausführlichen Ereignisse und Recherchen fasst ein Artikel in der Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Malaysia-Airlines-Flug_370 zusammen.

Quelle: darc.de

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