Rahmenbedingungen für Cell Broadcast beschlossen

Zustimmung für Mobilfunk-Warn-Verordnung

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 26. November 2021 der Mobilfunk-Warn-Verordnung zugestimmt. Damit stehen wichtige Anforderungen und Rahmenbedingungen für Cell Broadcast in Deutschland fest. Cell Broadcast ermöglicht es, durch eine an Mobiltelefone geschickte Nachricht eine große Anzahl von Menschen in einer bestimmten Region gleichzeitig und schnell vor Gefahren zu warnen.

Mit einer Ergänzung im Telekommunikationsgesetz, TKG, und nun mit der Mobilfunk-Warn-Verordnung wurde der Weg für Cell Broadcast in Deutschland geebnet. Beides tritt im Dezember in Kraft und im kommenden Jahr 2022 werden Warnungen per Mobilfunk auch in der Praxis möglich. In Notfällen und bei Katastrophen können die Menschen in Deutschland dann einfacher, schneller und zielgenau gewarnt werden.

Die Verordnung konkretisiert die gesetzlichen Pflichten, die Mobilfunknetzbetreiber und -diensteanbieter zur Umsetzung von Cell Broadcast künftig erfüllen müssen. Sie regelt die grundlegenden technischen Anforderungen sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen für die Aussendung der Warnungen.

Grundlegende technischen Anforderungen:

– Betrieb von mindestens zwei Cell-Broadcast-Centern; diese technischen Einrichtung sollen öffentliche Warnungen entgegennehmen und unverzüglich verarbeiten

– Prüfung der Integrität und Authentizität einer Warnung

– Sicherheitsmaßnahmen und Sicherheitsverfahren zum Schutz vor unberechtigtem Zugriff

– Lückenlose Protokollierung aller Verarbeitungsschritte

Organisatorischen Rahmenbedingungen:

– Sicherstellung, dass Warnungen jederzeit entgegengenommen und verarbeitet werden können

– Einrichtung einer sachkundigen Kontaktstelle, die jederzeit über Störungen und technische Probleme informiert werden kann und Rückfragen beantwortet

Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 hatten die Regierungen der Länder und der Bund beschlossen, die Warninfrastruktur für den Katastrophenfall schnellstmöglich um Warnungen mittels Cell Broadcast zu ergänzen. Mit dem Aufbauhilfegesetz 2021 wurde daraufhin ein neuer § 164a in das Telekommunikationsgesetz, TKG, eingefügt, der Vorgaben zu öffentlichen Warnungen enthält. Das neue TKG tritt am 1. Dezember 2021 in Kraft. Die gesetzlichen Pflichten werden nun in der Mobilfunk-Warn-Verordnung konkretisiert, die ebenfalls im Dezember in Kraft treten wird. Ein Entwurf für eine Technische Richtlinie soll in Kürze veröffentlicht werden.

Quelle: funkamateur.de (Info BMWi /Red. FA/-joi)

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1. & 2. Dezember: SSTV-Experiment aus dem Orbit

Neue Aktivitätszeiten für 145,800 MHz

Das Moscow Aviation Institute, MAI, plant weiterhin für Mittwoch, den 1. Dezember, und Donnerstag, den 2. Dezember 2021 SSTV-Experimente auf der Internationalen Raumstation ISS. Die Ausstrahlungen der SSTV-Signale erfolgen voraussichtlich im Modus PD120 im 2-m-Band auf 145,800 MHz FM, wobei sich die Aktivitätszeiten etwas verschoben haben.

Laut aktuellem Stand werden die Übertragungen am 1. Dezember nun von 1225 UTC bis 1845 UTC und am 2. Dezember von 1200 UTC bis 1805 UTC laufen. Sobald die ISS den eigenen Standort in etwa 400 Kilometern Höhe überfliegt, ist das SSTV-Signal für etwa zehn Minuten aufzunehmen und mittels Software wie MMSSTV zu decodieren. Zum Empfang reichen oft bereits ein Handfunkgerät oder ein Funkscanner mit Gummiwendelantenne. Nach jeder Bildsendung folgt eine kurze Sendepause.

Überflugzeiten der ISS am eigenen Standort lassen sich nach Eingabe des eigenen Locators auf einer Website der AMSAT online berechnen.

Quelle: funkamateur.de (Info ARISS SSTV / Red. FA/-joi)

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December YOTA Month – DYM-Aktivität 2021

Den ganzen Dezember über werden Jugendliche unter 26 Jahren mit YOTA-Suffix im Rufzeichen aktiv werden. Daher auch der Name: DYM – December YOTA Month. Das Ziel dahinter ist, das Hobby Amateurfunk der Jugend näherzubringen und Youngster dazu zu motivieren, auf den Bändern aktiv zu werden.

Normalerweise sind YOTA-Stationen das ganze Jahr über immer wieder zu hören. Sie sind dann von den YOTA Sommer- und Subregional-Camps aus aktiv. Dieses Jahr mussten allerdings aufgrund der weiterhin andauernden COVID-19-Pandemie alle geplanten Camps und sonstigen Präsenz-Veranstaltungen abgesagt werden. Daher gab es auch kaum Möglichkeiten, YOTA-Stationen auf den Bändern zu hören.

Daher wollen wir als Team YOTA der Welt zeigen, dass Youngster in diesen schwierigen Zeiten immer noch auf den Bändern aktiv sein wollen und können. Helft euren örtlichen Youngstern daher – natürlich im Rahmen und unter Einhaltung der entsprechenden nationalen und lokalen Bestimmungen – im December YOTA Month funken zu können. Wer im DARC mit dem diesjährigen Sonderrufzeichen DCØYOTA (S-DOK DYM21) aktiv werden will, kann sich unter https://darc.de/ajw/dym unkompliziert eintragen. Jugendliche in anderen Ländern können sich entsprechend bei ihrer nationalen Amateurfunkorganisation melden. Wir würden uns freuen, so viele neue Youngster wie möglich auf den Bändern zu arbeiten!

Jeder Funkamateur selbst kann dabei die Jugend weltweit unterstützen! Indem ihr mit ihnen ein QSO führt, bekommen sie Gelegenheit, ihre Fähigkeiten am Funkgerät weiter auszubauen, und mehr über beispielsweise Geografie, Funktechnik oder amateurfunkspezifische Abkürzungen zu lernen. Die Youngster werden sich über die Aufmerksamkeit und den Informationsaustausch freuen. Seid geduldig und gebt ihnen damit die Chance, ein möglicherweise komplett neues Hobby zu erleben.

Wie jedes Jahr gibt es auch diesmal wieder ein Diplomprogramm. Arbeitet so viele Stationen auf so vielen Bändern wie möglich, um euch eines der vier Diplome zum kostenlosen Download zu sichern. Mit diesem Programm zur Förderung der Funkaktivität wollen wir mehr Aufmerksamkeit erzeugen und damit zeigen, dass es diese gibt und auch in Zukunft weiterhin geben wird. Auf unserer Webseite https://events.ham-yota.com gibt es alle weiteren Informationen zur Aktivität, insbesondere auch zu den Diplomen.

Letztes Jahr war die große Hoffnung, das Ziel von 130 000 QSOs zu erreichen. Mithilfe aller Youngster im Amateurfunk wurde es schlussendlich geschafft. Es wurde sogar mit fast 138 000 QSOs von insgesamt 46 Stationen übertroffen. Dieses Jahr soll dasselbe Ziel erreicht werden. Also, nehmt am December YOTA Month teil und helft uns, dieses Ziel im Dezember 2020 wieder gemeinsam zu erreichen!

Quelle: darc.de

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Erste Schulkontakte mit Astronaut Matthias Maurer, KI5KFH

(Foto: Matthias Maurer, KI5KFH, am ARISS Funksystem. Quelle: ESA/NASA)

Die Termine der ersten Schulkontakte von Matthias Maurer, KI5KFH, innerhalb des Programms Amateur Radio on International Space Station (ARISS) stehen zeitnah an. Am 2. Dezember hat die Berufliche Schule Nürnberg um 13:38 UTC einen Kontakt per Telebridge. Die Signale laufen hier via IK1SLD in Casale Monferrato, Italien.

Um 14:16 UTC folgt ein weiterer Kontakt am gleichen Tag mit der Wolfgang-Kudelka Schule Schondorf (Ammersee) – ebenfalls per Telebridgeverbindung, hier via VK4KHZ in Queensland/Australien. Aus technischen Gründen wird als Downlink ausnahmsweise auf 437,525 MHz für beide Kontakte verwendet. Am 10. Dezember um 13:50 UTC ist weiterhin ein Direktkontakt mit dem DLR Schoollab Braunschweig geplant. Die weiteren Schulkontakte folgen in den kommenden Wochen, diese Termine sind derzeit nur auf Wochenbasis festgelegt.

Quelle: darc.de

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Drahtlose Datenübertragung mit schnellen Neutronen

Es gibt Konstellationen, bei denen eine Signalübertragung per Kabel oder mittels elektromagnetischer Wellen riskant bzw. unmöglich ist, während neutrale Partikel – Neutronen – keine Probleme haben. Beispielsweise Reaktorsicherheitsbehälter und metallische Schiffsstrukturen können so ohne riskante Durchbrüche überbrückt werden.

Der Umgang mit Neutronen ist andererseits nicht trivial: Neutronenquellen sind gefährlich und Neutronen sind nicht so einfach zu detektieren. Wissenschaftler der britischen Lancaster University und des Jožef-Stefan-Instituts in Slowenien ist es dennoch gelungen, mit schnellen Neutronen Daten drahtlos zu übertragen und zu empfangen. Sie nehmen an, dass ihre Technologie für Nischenlösungen in integrierte Bausteine verbaut werden kann und dabei nur geringe Strahlenbelastungen auftreten. Einen ersten erfolgreichen Versuch haben sie in einem Fachaufsatz dokumentiert.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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Ausstellung „100 Jahre Radio“ in Frankfurt/Main

Geschichte des Hörfunks in Deutschland

Was heutzutage nichts Besonderes mehr ist, war vor über 100 Jahren eine Sensation: Am 22. Dezember 1920 spielten Reichspostmitarbeitende der Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen bei Berlin ein historisches Weihnachtskonzert. Dies war die erste öffentliche Rundfunkaussendung in Deutschland.

2020 jährte sich das historische Konzert zum 100. Mal. Diese Ausstellung war zunächst im Museum für Kommunikation Berlin zu sehen und wird nun vom 26. November 2021 bis 28. August 2022 in Frankfurt/Main fortgesetzt. Sie beleuchtet Geschichte und Zukunft des ersten elektronischen Massenmediums der Welt. Beim Rundgang durch 100 Jahre Radiogeschichte in Deutschland begegnet man rund 250 Objekten, die von den technischen Grundlagen und den Anfängen des Rundfunks über dessen Rolle in der NS-Zeit bis zur Neuordnung im geteilten und dann wiedervereinten Deutschland erzählen.

37 Radio-Exponate werden von prominenten Radio- und Podcast-Stimmen vorgestellt. Die Besucherinnen und Besucher werden mit ON-AIR-Taschenempfängern durch den „Ausstellungsäther“ geleitet und gehen per Autoradio auf eine Reise durch Deutschland. Außerdem erfahren sie, wie ein Radiostudio funktioniert: In der Sendekabine erstellen und moderieren sie ihr eigenes Radioprogramm oder schneiden ein Mix-Tape mit ihrer persönlichen Audio-Biografie. Zudem geht es in der Ausstellung um die Frage, welche Rolle das Radio in der Zukunft einnehmen könnte.

Über Öffnungszeiten und weitere Ausstellungen informieren die Veranstalter online.

Info Museum für Kommunikation Frankfurt/Main

Quelle: funkamateur.de (Red. FA/-joi)

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HOT – Homebrew & Oldtime-Equipment Party am 21. November

Am 21. November können die Selbstbauer und die Liebhaber von Oldtime-Geräten zum nunmehr 34. Mal ihre Kreationen auf der Homebrew & Oldtime-Equipment Party (HOT-Party) „On Air“ vorstellen. Kunstvoll reanimierte Museumsstücke können dann ebenso wieder Lebenszeichen von sich geben wie allerneueste Schöpfungen und sachkundig gewartete kommerzielle Funktechnik trifft sich mit konsequentem Eigenbau. Doch auch das reaktivierte Sender-Erstlingswerk aus den frühen Jahren Ihrer Amateurfunk-Karriere oder ein wieder funktionsfähig gemachter alter Empfänger berechtigen bereits zum Eintritt.

Die HOT-Party ist unterteilt. Von 1300 UTC bis 1500 UTC findet sie auf 7010 kHz bis 7040 kHz statt und anschließend von 1500 UTC bis 1700 UTC auf 3510 kHz bis 3560 kHz. Die Teilnahme ist in vier Klassen möglich. Die detaillierte Ausschreibung ist bei der QRP-Contest-Community unter www.qrpcc.de → Contestrules → HOT Party (Deutsch) hinterlegt.

Quelle: funkamateur.de (Tnx Info Lutz Gutheil, DM6EE Red. FA/-red)

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BNetzA informiert über Amateurfunkprüfungen und Corona

Auf ihrer Webseite informiert die Bundesnetzagentur am 18. November über „Hinweise zu Prüfungen: Ablauf im Rahmen der aktuellen Situation rund um das Coronavirus (COVID-19)“. Neben den bekannten „AHA+L“-Regeln weist die Behörde auf das Tragen einer FFP2- oder medizinischen Maske hin. An den Standorten Berlin, Nürnberg und München sind ausschließlich FFP2-Masken zulässig.

Geimpfte Prüflinge müssen einen Nachweis einer vollständigen Impfung vorlegen, Genesene benötigen einen PCR- oder anderen Nukleinsäurenachweis, der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Alle anderen Teilnehmer benötigen eine Bescheinigung über einen erfolgten negativen Schnelltest innerhalb der letzten 24 Stunden vor Beginn der Prüfung. Am Standort Reutlingen gilt pauschal die 2G-Regel. Den Infoflyer finden Sie unter https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Amateurfunk/Pruefungstermine/HinweisCovid.html.

Quelle: darc.de

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Notfunk-Konzept zur Unterstützung der Krisenkommunikation

Die Hochwasser-Katastrophen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben gezeigt, dass funktionierende Kommunikation in Krisensituationen von großer Wichtigkeit, aber nicht selbstverständlich ist. Das DARC-Referat für Not- und Katastrophenfunk hat die Erkenntnisse aus den betroffenen Gebieten zum Anlass genommen, um ein Konzept für die zukünftige Unterstützung der Bevölkerung in solchen Notsituationen zu entwickeln.

„In Zeiten eines langanhaltenden Kommunikationsausfalls möchte das Referat vorbereitet sein, um die Bevölkerung und ungebundene Helfer vor Ort unterstützen zu können. Deshalb haben wir ein Konzept erstellt, an dessen Entwicklung viele externe Helfer aus der Wirtschaft, aus den Hilfsorganisationen, aus der Feuerwehr, der Bundeswehr und auch der Politik mitgewirkt haben“, erklärt Oliver Schlag, DL7TNY, der Bundesreferent für Not- und Katastrophenfunk im DARC e.V.


Sowohl der Aufbau und die Vorhaltung eines Grundstocks an Material auf Bundesebene wie auch der Ausbau der regionalen Notfunkgruppen stehen hierbei im Zentrum. Ziel ist es, einen Pool an Material, Helferinnen und Helfern aufzubauen, welche in Schadensgebieten dann für die Bürgerinnen und Bürger ein temporäres Netz mit Zugangsmöglichkeiten z.B. zum Internet aufbauen und betreiben können.


Die Ehrenamtlichen werden in den kommenden Monaten auf Bundesebene den Prototypen einer solchen regionalen Notfunkgruppe und ihres Materials aufbauen. Für die ersten Schritte greift das Referat auf die zusätzlichen finanziellen Mittel aus der Mitgliedschaft Pro zurück. Der DARC-Vorstand hat entschieden, dass die Gelder im kommenden Jahr für die Förderung dieses Projekts eingesetzt werden sollen. Um eine maximale Verbreitung und Resonanz in der Öffentlichkeit zu erreichen, soll der Prototyp in der zweiten Phase bundesweit medienwirksam vorgestellt werden. Ziel ist es hierbei, externe Geldgeber für die Erweiterung des Prototyps auf das gesamte Bundesgebiet zu finden.


„Ein aktiver Notfunk, der die Gesellschaft auf breiter Basis unterstützt, ist ein guter Beleg dafür, dass wir Funkamateure mit den uns zugewiesenen Frequenzen verantwortungsbewusst und im Sinne der Gemeinschaft umgehen können. Dabei sind wir aber auch auf Hilfen aus der Wirtschaft und der Politik angewiesen“, so der DARC-Notfunkreferent abschließend.


Weitere Informationen unter https://darc.de/notfunk

Quelle: darc.de

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