Lineartransponder DM8MM in JO31AC testweise in Betrieb

Quelle: facebook
Aktivitäten erwünscht!
Aus dem Nachlass des leider 2019 verstorbenen Roman Wesolowski, DJ6EP, konnte Friedhelm Lichtenthäler, DM8MM, einen Multiband-Lineartransponder erwerben, der einstmals unter SR0JN in Betrieb war. Glücklicherweise gelang es, diesen wieder vollständig in Betrieb zu nehmen und zunächst zwecks temporärer Tests in Heinsberg, OT Karken, JO31AC [K7FRY], an der Antenne unter dem Rufzeichen DM8MM zu betreiben. Das Gerät ist ein hervorragendes Stück Nachrichtentechnik und nach wie vor gut benutzbar.


Der Lineartransponder setzt Signale aus einem 16 kHz breiten Bandsegment auf dem 2-m-Band oder 23-cm-Band simultan und linear in das 70-cm-Band um. Er ermöglicht somit Vollduplex-Betrieb ohne Zeitverzögerung, also z.B. Wechselsprechen in SSB oder Voll-BK-Betrieb in CW. Auch andere Sendearten wie SSTV, RTTY und Digimodes wie PSK31, aber auch FT8 usw. sind nutzbar, jedoch kein FM! Anders als bei einer FM-Relaisfunkstelle sind theoretisch zahlreiche Signale zugleich umsetzbar.

Downlinkfrequenz: 432,650 MHz ± 8 kHz
Uplinkfrequenz: 144,670 MHz ± 8 kHz
Uplink im 23-cm-Band: 1296,530 MHz ± 8 kHz
Uplink im 13-cm-Band: 2320,525 MHz ± 8 kHz, zurzeit nicht aktiv.

Des Weiteren läuft eine Bake in F1 auf 432,655 MHz mit 5 W Sendeleistung unter dem Rufzeichen DM8MM.

Die Antenne ist eine horizontal polarisierte breitbandige LPDA mit rund 6 dB Gewinn in Richtung Köln/Bonn, also Südost. Bei angehobenen Bedingungen dürften Bake und Transponder auch in anderen Richtungen hörbar sein. Der Betrieb erfolgt zurzeit unter Verantwortung von Friedhelm, DM8MM, und daher nur dann, wenn er dabei ist, mindestens jeden Abend und an den Wochenenden tagsüber, mitunter auch an Arbeitstagen.

Zum Funkbetrieb eigen sich am besten Transceiver mit Sat-Funktion. Auch ältere Geräte wie Kenwood TS-2000 und Yaesu FT-847, FT-736 oder FT-726 sind gut geeignet. Sat-Betrieb einschalten, aber Tracking ausschalten, bei Mehrbandantennen Di- oder Triplexer verwenden und vor allem immer einen Kopfhörer benutzen! Zwei separate Transceiver tun es ebenfalls. Wenn man die Bake auf 70 cm hört, geht bei üblichen Leistungen der Uplink auf 2 m sicher. Der Uplink auf 23 cm erfordert je nach Entfernung schon leistungsfähige Antennen, eine Vertikalantenne reicht nicht. Anders als bei QO-100 darf das Signal bis 2 S-Stufen über dem Pegel der Bake liegen.

Bei genügend großem Interesse ist Friedhelm gern bereit, den Transponder auf einen exponierten Standort umzusetzen und eine Lizenz für den automatischen Betrieb zu beantragen. Also, YLs und OMs, worauf wartet Ihr noch?!

Tnx Info Friedhelm, DM8MM

PS: Lineartransponder sind in jüngster Zeit, wohl wegen des hohen technischen Aufwands bei Betreibern und Nutzern, etwas aus der Mode gekommen. Ein weiterer, DB0FIB, steht auf dem Fichtelberg, JO60LK, in 1215 m ü. NN und setzt 432,550 MHz ±10 kHz um nach 144,650 MHz ±10 kHz; Bake auf 144,640 MHz, alles vertikal polarisiert.

Quelle: funkamateur.de

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