Lou Ottens, Erfinder der Kompaktkassette, mit 94 verstorben

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Lou Ottens, ein niederländischer Ingenieur, ist am 6. März in seiner Heimatstadt Duizel im Alter von 94 Jahren gestorben. Bereits als Jugendlicher baute Ottens ein Radio, um im Krieg heimlich den Rundfunk der Alliierten hören zu können. Nach dem Krieg arbeitete er für drei Jahre in einer Fabrik für Röntgen-Technik, um für die elterliche Familie etwas hinzuzuverdienen. Er studierte an der TU Delft.

Lou war mit der Handhabung der Tonbänder auf Spulen unzufrieden. Nachdem er 1960 Leiter der Produktentwicklungsabteilung von Philips wurde, entwickelten er und sein Team das Kassettenband. Die „Compact Cassette“ wurde 1963 auf der Berliner Funkausstellung erstmals samt einem geeigneten Aufnahme- und Abspielgerät präsentiert und zu einem weltweiten Erfolg. Schätzungsweise 100 Milliarden Kassetten wurden seit ihrer Einführung in den 1960er-Jahren weltweit verkauft.

Ottens schloss einen Deal mit Philips und Sony ab, der sein Modell als patentierte Kassette bestätigte, nachdem eine Reihe japanischer Firmen ähnliche Bänder in verschiedenen Größen nachgebaut hatten. Ottens war auch an der Entwicklung der Compact Disc beteiligt, von der bis heute mehr als 200 Milliarden Stück weltweit verkauft wurden. Als Philips 1982 einen Serien-CD-Player vorstellte, sagte Ottens: „Von nun an ist der herkömmliche Plattenspieler obsolet“.

Vier Jahre später ging er in den Ruhestand. Als er über seine Karriere befragt wurde, sagte er, dass sein größtes Bedauern sei, dass Sony und nicht Philips den Walkman entwickelt habe.

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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