WSJT-X 2.4.0-rc3 verfügbar

Mit WSJT-X 2.4.0-rc3 hat Joe Taylor, K1JT, nun die dritte Testversion seiner Decodiersoftware für Weak Signal Modes veröffentlicht. Die Vorversion – funkamateur.de berichtete – war gerade mal zehn Tage in Verwendung.

Auch der jetzige Release Candidate ist zeitlich befristet nutzbar, die Testdauer endet – wie die der Vorversion – am 25.5. Die Änderungen zur Version rc2 sind den Release Notes zu entnehmen.

Das von Enrico Schürrer, OE1EQWW, übersetzte deutschsprachige Benutzerhandbuch bezieht sich derzeit noch auf die Vollversion WSJT-X 2.3.0. Der englischsprachige User Guide hingegen ist tagesaktuell und umfasst auch Details zu Q65.

Quelle: funkamateur.de (DJ6JZ)

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Zahlreiche CubeSats von der ISS ins All ausgesetzt

Am 14. März wurden acht Amateurfunk-Satelliten von der ISS ins Weltall ausgesetzt. Es handelt sich im Einzelnen um: OPUSAT-II, GuaraniSat-1 (BIRDS-4), Maya-2 (BIRDS-4), Tsuru (BIRDS-4), RSP-01, WARP-01, TAUSAT-1 und STARS-EC. Die BIRDS-4-Satelliten tragen einen Digipeater und TAUSAT-1 einen FM-Transponder. Weitere Informationen einschließlich der von der IARU koordinierten Frequenzen finden Sie unter amsat.org.uk/iaru.

Der Start wurde live auf YouTube gestreamt und kann unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=vLltILh8SLw noch einmal angeschaut werden. Darüber berichtet der AMSAT News Server mit Verweis auf die AMSAT-UK.

Quelle: darc.de

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Zum Anhören: Laserschüsse auf dem Mars

NASA/JPL-Caltech/LANL/CNES/CNRS

In einigen Science-Fiction-Filmen beschießen Marsbewohner die Erde mit Lasern. Tatsächlich kam es nun genau umgekehrt.

Um ihre Zusammensetzung festzustellen, schossen die Laser des atomgetriebenen Rover Perseverance auf Marsfelsen im Landegebiet. Und da der Rover nicht nur jede Menge Kameras, sondern auch Mikrofone an Bord hat und es ja zumindest eine sehr dünne Marsatmosphäre gibt, wurde diese erste „Angriffswelle“ mitgeschnitten und kann nun auf der NASA-Website bzw. bei Soundcloud angehört werden. Sehr kriegerisch klingen die Laserschüsse allerdings nicht, eher wie Uhrenticken.

In zwei weiteren Aufnahmen kann man außerdem dem Marswind lauschen. Alle Clips wurden nur 18 Stunden nach dem Aufsetzen von Perseverance auf der Oberfläche seiner neuen Heimat aufgenommen.

„Die aufgenommenen Geräusche sind von bemerkenswerter Qualität“, sagt Naomi Murdoch, Forscherin und Dozentin an der Luft- und Raumfahrttechnikschule ISAE-SUPAERO in Frankreich. „Es ist unglaublich, dass wir mit den ersten jemals auf der Marsoberfläche aufgezeichneten Geräuschen Wissenschaft betreiben.“

Doch auch mit den Bildern sind die Wissenschaftler sehr zufrieden: „Es ist erstaunlich zu sehen, dass die SuperCam auf dem Mars so gut funktioniert“, so Roger Wiens, der leitende Forscher für das SuperCam-Instrument von Perseverance am amerikanischen Los Alamos National Laboratory. „Als wir uns dieses Instrument vor acht Jahren ausgedacht haben, waren wir besorgt, dass wir viel zu ehrgeizig waren. Jetzt ist es da oben und funktioniert wie ein Wunder.“

Der Rover verfügt über sieben Hauptinstrumente, von denen eines die SuperCam ist. Ausgestattet mit vier verschiedenen Spektrometern und zwei Lasern ist die SuperCam das, was Perseverance zu einem Geologielabor auf Rädern macht.

Die Wissenschaftler erhielten auch Daten von einigen seiner Spektrometer. Die sichtbaren und infraroten, die unter dem Namen VISIR bekannt sind, untersuchen das von den Gesteinsproben reflektierte Sonnenlicht, um die vorhandenen Sediment- und Mineralschichten zu untersuchen. Ein anderer Spektrometertyp nutzt die Raman-Spektroskopie, bei der ein Laserpuls geschossen wird, der die Moleküle im Gestein anregt, um dessen chemische Struktur zu analysieren.

„Dies ist das erste Mal, dass ein Instrument die Raman-Spektroskopie irgendwo anders als auf der Erde verwendet“, sagte Olivier Beyssac, Forschungsdirektor am Institut de Minéralogie, de Physique des Matériaux et de Cosmochimie, einem Labor in Frankreich.

„Die Raman-Spektroskopie wird eine entscheidende Rolle bei der Charakterisierung von Mineralien spielen, um tiefere Einblicke in die geologischen Bedingungen zu gewinnen, unter denen sie sich gebildet haben, und um mögliche organische und mineralische Moleküle aufzuspüren, die von lebenden Organismen gebildet worden sein könnten.“

Quelle: funkamateur.de (DL2MCD)

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