TVI einmal anders: Röhrenfernseher legte Internet lahm

Die Internetversorgung auf dem Land ist mitunter mangelhaft. Besonders schlimm traf es allerdings die walisische Ortschaft Aberhosan: Dort brach die neue Breitband-Internetversorgung des gesamten Dorfs seit 18 Monaten jeden Morgen um 7 Uhr zusammen. Auch ein Austausch der Verkabelung durch den Netzbetreiber Openreach half nicht.

Schließlich gingen Ingenieure des Netzbetreibers mit einem tragbaren Spektrumanalysator auf die Jagd nach Störquellen und wurden fündig (Openreach): Ein Einwohner hatte einen alten Röhrenfernseher gebraucht erworben, den er immer morgens um 7 Uhr einschaltete. Dieser erzeugte einen single high-level impulse noise (SHINE), eine Impulsstörung, die so intensiv war, dass sie die Internetübertragung aus dem Tritt brachte und lahmlegte.

Dem unerkannt bleiben wollenden Gerätebesitzer war sehr peinlich, seinen Mitbürgern solche Probleme bereitet zu haben und er versprach, das Gerät nie wieder einzuschalten.

Erwartet hätte man solche Probleme ja eher von einem Fernseher mit Plasmabildschirm, doch auch die „gute alte Röhrentechnik“ kann Ärger machen und so ein „altes“ Medium ein „neues“ lahmlegen.

Noch dieses Jahr soll die Gemeinde übrigens per Glasfaser ans Internet angeschlossen werden. Dann besteht keine Störgefahr dieser Art mehr.

Quelle: DL2MCD / funkamateur.de

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